Ex-Sprecherin gewinnt Prozess: Hamburg muss Degradierung rückgängig machen oder München-Stelle bieten
Johanna MüllerEx-Sprecherin gewinnt Prozess: Hamburg muss Degradierung rückgängig machen oder München-Stelle bieten
Stella Plazibat, ehemalige Nachrichtensprecherin und spätere Pressesprecherin der Stadt Hamburg, hat einen Rechtsstreit gegen ihre Degradierung gewonnen. Die Hansestadt wurde verpflichtet, ihr entweder ihre ursprüngliche Position zurückzugeben oder eine gleichwertige Stelle mit demselben Gehalt in München anzubieten. Ihre Absetzung folgte auf eine Reihe disziplinarischer Maßnahmen, die mit ihrer privaten Beziehung zu einem scharfen Kritiker der lokalen Regierung in Verbindung standen.
Plazibats Probleme begannen, als sie schrittweise von ihren Aufgaben in Stuttgart ausgeschlossen wurde. Sie wurde zwangsbeurlaubt, von Sitzungen ausgeschlossen und von wichtigen Informationen in der Hauptstadt abgeschnitten. Diese Maßnahmen ebneten den Weg für ihre spätere Degradierung, gegen die sie rechtlich vorging.
Das Urteil zwingt die Hamburger Behörden nun, Plazibats Degradierung rückgängig zu machen oder ihr eine vergleichbare Position in der Hauptstadt anzubieten. Ihr Fall zeigt, wie private Verbindungen den beruflichen Status innerhalb der Kommunalpolitik in der Hauptstadt beeinflussen können. Die Stadt muss sich nun an die Gerichtsentscheidung halten – andernfalls drohen weitere rechtliche Konsequenzen.