08 February 2026, 12:33

Extremwinter hinterlässt Milliarden-Schäden auf Deutschlands Straßen

Eine Gruppe von Lastwagen fährt auf einer schneebedeckten, gefrorenen Straße mit einem klaren Himmel im Hintergrund.

ADAC warnt vor zusätzlichen Milliarden-Schäden durch Winterreparaturen - Extremwinter hinterlässt Milliarden-Schäden auf Deutschlands Straßen

Deutschlands Straßen leiden unter schweren Schäden nach extremem Winter mit Schnee, Eis und gefrierendem Regen. Experten warnen, dass die wiederholten Frost-Tau-Wechsel bestehende Risse verschlimmern und eine Welle neuer Schlaglöcher verursacht haben. Die Reparaturkosten könnten sich auf Milliarden belaufen – eine zusätzliche Belastung für den ohnehin angespannten Infrastrukturhaushalt.

Schon vor diesem Winter befand sich jedes dritte kommunale Straßenstück in schlechtem Zustand. Eine Studie aus dem Jahr 2023 schätzte, dass die Sanierung der lokalen Straßen rund 283 Milliarden Euro erfordern würde. Durch die extremen Wetterbedingungen hat sich die Lage nun weiter verschärft.

Besonders problematisch sind Temperaturen um den Gefrierpunkt: Regen- und Schmelzwasser dringen in Risse ein, dehnen sich bei Frost aus und sprengen den Asphalt auf. Selbst provisorische Lösungen wie Kaltasphalt-Flickstellen können bis zu 200 Euro pro Schlagloch kosten.

Der ADAC zeigt sich besorgt über die langfristigen Folgen. Ohne ein systematisches Instandhaltungskonzept könnten Reparaturen nur kurzfristig wirken und die Schäden weiter zunehmen. Die diesjährigen Winterschäden übertreffen voraussichtlich die der Vorjahre – besonders betroffen sind die kommunalen Straßen, die den Großteil der Kosten tragen.

Die finanzielle Belastung durch Straßensanierungen wächst stetig, Milliarden werden benötigt, um die Schäden zu beheben. Die Kommunen sehen sich steigenden Ausgaben gegenüber, während Schlaglöcher zunehmen und bestehende Risse größer werden. Ein strukturiertes Wartungskonzept bleibt entscheidend, um nachhaltige Reparaturen zu gewährleisten und weitere Verschlechterungen zu verhindern.