Fatma Deniz wird neue Präsidentin der TU Berlin in schwierigen Zeiten
Johanna MüllerFatma Deniz wird neue Präsidentin der TU Berlin in schwierigen Zeiten
Technische Universität Berlin: Fatma Deniz übernimmt am 1. April 2023 die Präsidentschaft
Die Technische Universität Berlin (TU Berlin) bekommt am 1. April 2023 eine neue Präsidentin. Die 43-jährige Informatikprofessorin Fatma Deniz übernimmt die Leitung in einer Phase, in der die Hochschule vor großen finanziellen und strukturellen Herausforderungen steht. Ihre feierliche Amtseinführung ist für den 16. April geplant – zeitgleich mit den Feierlichkeiten zum 80-jährigen Bestehen der Universität.
Die in München geborene Deniz studierte Informatik an der TU München und promovierte dort 2008. Sie forschte am Bernstein Center for Computational Neuroscience sowie an der TU Berlin und verbrachte später Zeit in Kalifornien, wo sie lehrte und wissenschaftlich arbeitete.
2023 wechselte Deniz als Professorin an die TU Berlin. Nur ein Jahr später wurde sie Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Ihre Ernennung zur Präsidentin erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Universität mit einem Sanierungsstau von 2,4 Milliarden Euro kämpft – viele Gebäude sind in schlechtem Zustand.
Die finanziellen Probleme beschränken sich nicht auf die Infrastruktur: Bis 2028 muss die TU Berlin dauerhaft 65 Millionen Euro aus ihrem Haushalt streichen – das entspricht etwa 15 Prozent der Gesamtförderung. Deniz wird eine Hochschule mit rund 34.000 Studierenden führen und dabei sowohl Haushaltskürzungen als auch dringend notwendige Instandsetzungsarbeiten bewältigen müssen.
Offiziell tritt Deniz ihr Amt am 1. April an; die offizielle Amtseinführung findet am 16. April statt – verbunden mit den Feiern zum 80-jährigen Jubiläum der Universität. Ihre Führung beginnt in einer entscheidenden Phase, in der die TU Berlin tiefgreifende Haushaltskürzungen und eine wachsende Liste struktureller Sanierungsprojekte angehen muss.






