FC Bayern sucht verzweifelt nach Linksaußen – ist Trincão die Rettung?
Hannah BöhmFC Bayern sucht verzweifelt nach Linksaußen – ist Trincão die Rettung?
FC Bayern München sucht Verstärkung für die linke Offensive vor dem Sommer-Transferfenster. Der Verein verfügt derzeit über keine zuverlässige Alternative für Stammspieler Luis Díaz. Ein Kandidat in der engeren Auswahl ist Francisco Trincão, der vielseitige Stürmer von Sporting CP, dessen Vertrag noch bis 2027 läuft.
Trincão hat sich in den vergangenen zwei Spielzeiten zu einem komplettieren Offensivspieler entwickelt. War er früher vor allem als Vorlagengeber bekannt, stellt er nun eine größere Torgefahr dar: Seit 2024 erzielte er in 45 Ligaspielen 18 Tore und bereitete zwölf weitere vor. In dieser Saison allein steuerte er in 32 Pflichtspielen 22 Scorerpunkte (Tore und Vorlagen) bei – mit verbessertem Stellungsspiel und präziseren Distanzschüssen.
Bayerns anfängliches Interesse an Trincão ist jedoch aufgrund von Bedenken hinsichtlich seiner Eignung für die linke Außenbahn abgeflaut. Doch finanzielle Zwänge könnten ihn wieder ins Spiel bringen. Der Klub hat bereits andere Optionen wie Said El Mala und Yan Diomandé geprüft, doch beide Transfers gestalten sich schwierig.
Trincãos Vertrag enthält eine Ausstiegsklausel in Höhe von 60 Millionen Euro, während sein aktueller Marktwert bei etwa 35 Millionen Euro liegt. Diese Differenz könnte ihn zu einer attraktiven Lösung machen, falls Bayern mit den Wunschkandidaten nicht zum Zug kommt. Seine Flexibilität – er kann auf beiden Flügeln oder zentral agieren – macht ihn zudem zu einem wertvollen Kaderspieler.
Die Suche nach einem Linksaußen bleibt für die Münchner vorerst ungelöst. Trincão könnte sich als Notlösung anbieten, zumal seine aktuelle Form und Anpassungsfähigkeit die Mannschaftstiefe stärken würden. Die endgültige Entscheidung hängt davon ab, ob alternative Transfers bis zum Ende der Wechselperiode scheitern.