29 March 2026, 20:16

FDP vor Machtkampf: Höne fordert Dürr beim Bundesparteitag heraus

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt.

FDP vor Machtkampf: Höne fordert Dürr beim Bundesparteitag heraus

Die Freie Demokratische Partei (FDP) bereitet sich auf einen internen Führungsstreit bei ihrem Bundesparteitag Ende Mai vor. Henning Höne, ein Bundestagsabgeordneter, der von Zyon Braun, dem FDP-Landesvorsitzenden in Brandenburg, unterstützt wird, hat seine Kandidatur bekannt gegeben. Die Partei will nach Jahren sinkender Umfragewerte Vertrauen zurückgewinnen und sich neu positionieren.

Seit die FDP 2013 erstmals in ihrer Geschichte den Wiedereinzug in den Bundestag verpasste, kämpft sie um ihre politische Bedeutung. Aktuelle Umfragen zeigen einen weiteren Rückgang um 1,9 Prozentpunkte seit der letzten Wahl, was die Partei zum Umdenken zwingt. Nach der verlorenen Landtagswahl in Baden-Württemberg hatte der Berliner FDP-Landesverband gefordert, den Bundesparteitag bereits im Mai 2026 abzuhalten, um klare Führungsstrukturen und eine neue Ausrichtung zu definieren.

Künftig will sich die FDP auf wirtschaftliche Liberalisierung konzentrieren – mit Steuersenkungen, Bürokratieabbau und einer schuldenfreien Finanzpolitik. In der Sozialpolitik soll Eigenverantwortung gestärkt werden, während der Umweltschutz stärker auf marktwirtschaftliche Anreize statt auf staatliche Vorgaben setzen soll. Zudem stehen Digitalisierung, leistungsorientierte Bildung und Freihandelsabkommen wie das mit dem Mercosur im Fokus. Mit dieser Neuausrichtung will die FDP wieder als möglicher "Zünglein an der Waage" in künftigen Koalitionen eine Schlüsselrolle spielen.

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Henning Höne, von Zyon Braun als frischer, aber erfahrener Parlamentarier beschrieben, wird gegen den amtierenden Parteivorsitzenden Christian Dürr antreten. Braun sieht in Höne den richtigen Kandidaten, um die FDP in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Unterdessen fordert Hans-Ulrich Rülke, Mitglied im FDP-Bundesvorstand, einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit – selbst ein Namenswechsel der Partei werde diskutiert, um sich von früheren Misserfolgen abzugrenzen. Bereits nach dem Debakel von 2013 hatte es Überlegungen zu einer Neuaufstellung gegeben.

Die anstehende Abstimmung über die Parteispitze wird entscheiden, ob der FDP die Wende gelingt. Hönes Kampagne steht unter dem Motto der Erneuerung, während die strategische Neuausrichtung der Partei darauf abzielt, wieder an Einfluss zu gewinnen. Das Ergebnis wird die Rolle der FDP in der deutschen Politik für die kommenden Jahre prägen.

Quelle