Französische Biathlon-Staffel scheitert in Ruhpolding knapp am Podest
Johanna MüllerFranzösische Biathlon-Staffel scheitert in Ruhpolding knapp am Podest
Französische Frauenstaffel verpasst in Ruhpolding das Podest
Am 14. Januar 2026 verfehlte die französische Frauenstaffel in Ruhpolding trotz ihrer klaren Favoritenrolle das Podest. Ein spätes Aufholmanöver der Norwegerin Maren Kirkeeide in der letzten Runde drängte das Team auf den vierten Platz – knapp hinter Schweden und Norwegen.
Die Franzosen begannen das Rennen mit starker Leistung. Das Quartett – Lou Jeanmonnot, Océane Michelon, Justine Braisaz-Bouchet und Julia Simon – blieb beim Schießen fehlerfrei, vermeidet Strafrunden und benötigte nur sechs Nachlader. Ihre Schießleistung übertraffen sie sogar die siegreichen Norwegerinnen und die drittplatzierten Schwedinnen.
In der Schlussetappe übernahm Julia Simon mit Führung die letzte Runde. Doch Maren Kirkeeide überholte sie, spurtete an Italiens Lisa Vitozzi vorbei und sicherte Norwegen den Sieg. Simon gab später zu, sich in den entscheidenden Momenten ohnmächtig gefühlt zu haben – unfähig, das Tempo mitzuhalten, obwohl sie sonst für ihre Stärke in der Schlussphase bekannt ist. Nach dem Rennen räumte Justine Braisaz-Bouchet die Grenzen des Teams ein: Die überlegene Laufgeschwindigkeit der Konkurrentinnen und die ungewöhnlich schnelle Strecke in Ruhpolding seien entscheidend für den vierten Platz gewesen. Julia Simon jedoch sah in Norwegens Sieg auch einen Vorteil: Der Druck auf die Skandinavierinnen werde vor den Olympischen Spielen steigen.
Trotz präzisen Schießens reichte es für die Französinnen nicht, um die schnelleren Läuferinnen in Ruhpolding zu schlagen. Das vierte Platz-Ergebnis bedeutet einen seltenen Rückschlag für ein Team, das in Staffelwettbewerben sonst oft dominiert. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Olympischen Vorbereitungen, bei denen die Form der Norwegerinnen eine entscheidende Rolle spielen könnte.