26 January 2026, 06:09

Freisings Senioren fühlen sich vom neuen Busnetz abgehängt – Kandidaten suchen Lösungen

Ein roter Bus steht in einem Gebäude, umgeben von Menschen, mit einem Schild, auf dem "Pilea e-Fahrzeuge auf der Frankfurter Automobilausstellung" steht, Pfosten, eine Treppe, ein Geländer, eine Wand, ein Dach mit Metallpfosten und Deckenlampen.

Freisings Senioren fühlen sich vom neuen Busnetz abgehängt – Kandidaten suchen Lösungen

Ältere Einwohner in Freising kämpfen mit dem aktualisierten Busnetz der Stadt. Viele empfinden die neuen Linien als verwirrend und schwer nutzbar. Neun Oberbürgermeisterkandidaten haben sich mittlerweile verpflichtet, das Problem anzugehen – nach wachsender Kritik.

Die Umstellungen haben dazu geführt, dass einige Senioren das Stadtzentrum nicht mehr erreichen können. Eine 90-jährige Bewohnerin berichtete, seit vier Wochen wegen des neuen Systems "gestrandet" zu sein.

Das überarbeitete Busnetz sorgt bei der älteren Bevölkerung Freisings für Frust. Ein zentrales Problem ist der lange Tunnel vom Park-and-Ride-Parkplatz zur nächsten Bushaltestelle, den viele Senioren als zu beschwerlich empfinden. Andere kritisieren die häufigen Umstiege; Peter Warlimont (SPD) wies auf die Komplexität der neuen Verbindungen hin.

Mehrere Kandidaten schlagen Lösungen vor: Birgit Mooser-Niefanger ("Für Freising") regte die Einführung von Ruf- oder Seniorentaxidiensten als Alternative an. Nico Heitz (Grüne) betonte, dass mehrere Änderungen gleichzeitig umgesetzt wurden, was die aktuellen Schwierigkeiten verschärfe. Monika Schwind (FSM) forderte eine zügige Korrektur der Linienführung, während Daniel Hubensteiner (Freie Wähler) mehr direkten Austausch der Politiker mit Betroffenen anmahnte.

Simon Schindlmayr (CSU) brachte die Idee eines eigens bestellten "Seniorenbeauftragten" ein, der sich der Anliegen annehmen soll. Bisher hat jedoch kein anderer Kandidat diesen Vorschlag aufgegriffen.

Die Busnetz-Reform hat viele ältere Bürger ohne verlässliche Verkehrsanbindung zurückgelassen. Die Kandidaten bieten unterschiedliche Ansätze – von Taxialternativen bis hin zu besserer Bürgerbeteiligung. Welche Vorschläge sich durchsetzen, wird davon abhängen, welche nach der Wahl auf Unterstützung stoßen.