03 March 2026, 17:05

Fünf Monate Stillstand: Deutsche Bahn sperrt Strecke Regensburg–Nürnberg komplett

Eine Schwarz-Weiß-Karte einer Stadt mit einem Fluss, beschriftet mit 'Vorgeschlagenes S-Bahn-Projekt' auf der linken Seite, die Straßen, Autobahnen und andere Stadtmerkmale zeigt.

Fünf Monate Stillstand: Deutsche Bahn sperrt Strecke Regensburg–Nürnberg komplett

Großbaustelle an der Deutschen Bahn: Fünfmonatige Vollsperrung ab Februar 2026

Wegen umfangreicher Modernisierungsarbeiten an der Bahnstrecke zwischen Regensburg und Nürnberg muss der Abschnitt ab dem 6. Februar 2026 für fünf Monate vollständig gesperrt werden. Als Ersatz hat die Regensburger Verkehrsverbund GmbH (GFN) ein umfangreiches Schienenersatzverkehrsnetz mit Bussen im gesamten Landkreis eingerichtet. Die Maßnahmen sollen Fahrgästen während der Bauarbeiten bis zum 6. Juli 2026 mobil bleiben lassen, in deren Rahmen Gleise und Infrastruktur grundlegend erneuert werden.

Die Planung des Ersatzverkehrs begann bereits im Frühjahr 2025 in Abstimmung mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und den beteiligten Kommunen. Das Konzept sieht über 90 Busse auf acht Linien vor, die die ausgefallenen Regionalzugverbindungen gemäß dem ursprünglichen Fahrplan ersetzen sollen.

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Am Haltepunkt Parsberger Schulzentrum werden die Schienenersatzverkehrs-Haltestellen (SEV) nun erst ab 13:20 Uhr bedient, um Staus in der Spitzenzeit zu vermeiden. Zudem wurden einige Haltestellen verlegt, um Platz für die längeren Gelenkbusse zu schaffen. Allerdings stehen noch nicht alle bestellten Gelenkfahrzeuge zur Verfügung, was zu vereinzelten Ausfällen und Überlastungen führt.

In den ersten Wochen kam es zu Verzögerungen durch Staus, Fahrplanprobleme und Ungenauigkeiten bei der GPS-Ortung. Besonders betroffen war der Schülerspezialverkehr nach Parsberg. Als Reaktion hat die GFN regionale Busverbindungen angepasst und zusätzliche Linien eingerichtet, die an die Ersatzbusse anbinden. Zudem wurde eine alternative Zugstrecke mit mehr Kapazitäten ausgestattet, um die Auslastung zu entzerren.

Weitergehende Fahrplanoptimierungen treten nach den Faschingsferien am 23. Februar 2026 in Kraft. Sie sollen die Pünktlichkeit verbessern und Wartezeiten für Fahrgäste im Ersatznetz verkürzen.

Die Streckensperrung und der Schienenersatzverkehr bleiben bis zum 6. Juli 2026 bestehen. Trotz gemeldeter Kapazitätsengpässe wurden seit Beginn des Ersatzbetriebs keine zusätzlichen Busverbindungen eingerichtet. Nun liegt der Fokus darauf, die betrieblichen Abläufe zu stabilisieren, bevor die modernisierte Bahnstrecke wieder in Betrieb geht.