Fürther Gasthaus senkt Preise nach Mehrwertsteuer-Reform ab 2026

Fürther Gasthaus senkt Preise nach Mehrwertsteuer-Reform ab 2026
Ein Gasthaus in Fürth hat angekündigt, ab Januar 2026 seine Speisepreise zu senken. Der Schritt folgt einer Regierungsentscheidung, die Mehrwertsteuer auf Restaurantmahlzeiten von 19 auf 7 Prozent zu reduzieren. Nicht alle Betriebe sind jedoch verpflichtet, die Ersparnis an die Kunden weiterzugeben.
Die Senkung der Mehrwertsteuer wurde von Finanzminister Lars Klingbeil vorgeschlagen. Sie richtet sich gezielt an die Gastronomiebranche, in der die Lebensmittelpreise seit Anfang 2022 um über 26 Prozent gestiegen sind. Ziel ist es, die finanzielle Belastung der Restaurants zu verringern und gleichzeitig das Essen gehen für die Gäste erschwinglicher zu machen.
Das Grüne Brauhaus in Fürth gehört zu den ersten Betrieben, die auf die Maßnahme reagiert haben. Die Entscheidung, die Preise zu senken, stößt auf gemischte Reaktionen. Einige Kunden begrüßten die Änderung, andere kritisierten, die Preissenkungen seien zu gering, um einen spürbaren Unterschied zu machen. Kritiker wiesen darauf hin, dass viele Menschen sich trotz der Ermäßigung den Restaurantbesuch nach wie vor nicht leisten könnten. Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung unterstützte die Initiative des Gasthauses öffentlich und bezeichnete sie als positiven Schritt für die Bürger der Stadt. Die Mehrwertsteuersenkung gilt übrigens nicht für Getränke – diese bleiben mit dem regulären Steuersatz von 19 Prozent belegt.
Die neue Mehrwertsteuerregelung tritt am 1. Januar 2026 in Kraft. Betriebe wie das Grüne Brauhaus können selbst entscheiden, ob sie die Preise senken oder die zusätzliche Marge behalten. Ob die Maßnahme die Kostenbelastung tatsächlich lindert, hängt davon ab, inwieweit die Ersparnisse an die Verbraucher weitergegeben werden.

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