07 April 2026, 08:15

GDL-Chef Reißen attackiert Deutsche Bahn als "Geldwäschemaschine"

Alte Ansichtskarte zeigt den Bahnhof Germersheim in Deutschland mit einem Gebäude mit Fenstern, einem Zaun, einem Straßenpfahl, Menschen, Fahrzeugen, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

GDL-Chef Reißen attackiert Deutsche Bahn als "Geldwäschemaschine"

Mario Reißen, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), hat die Deutsche Bahn (DB) scharf für ihre Finanzpraktiken kritisiert. Er bezeichnete die Unternehmensstruktur als "Geldwäschemaschine" und stellte jüngste Führungsentscheidungen infrage. Seine Äußerungen fielen zusammen mit einer vorsichtigen Unterstützung für die Umstrukturierungspläne von Vorstandschefin Evelyn Palla.

Reißen warf der DB vor, mit übermäßiger Komplexität zu agieren, und verwies auf Hunderte von Tochtergesellschaften unter dem Dach der DB AG. Auf ihrem Höhepunkt soll die Gruppe mehr als 1.000 solche Einheiten verwaltet haben. Zudem behauptete er, das Unternehmen verrechne interne Leistungen untereinander, was unnötige Finanzebenen schaffe.

Seine Kritik erstreckte sich auch auf Personalentscheidungen, insbesondere die Berufung von Karin Dohm zur Finanzvorständin. Reißen argumentierte, der Vorstand habe gewusst, dass ihr die nötigen Qualifikationen für die Position fehlten, und damit zukünftige Konflikte vorprogrammiert. Allerdings billigte er Pallas jüngste Entscheidung, Dohm – ebenso wie Sigrid Nikutta, Chefin von DB Cargo – zu entlassen. Diese Schritte nannte er einen notwendigen Schritt hin zu einer konsequenten Unternehmensführung.

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Zudem unterstützte Reißen Pallas Plan, die Größe der obersten Führungsebene zu halbieren. Dies werde die Abläufe verschlanken und die Produktivität steigern, so der GDL-Chef. Gleichzeitig mahnte er die Vorstandschefin zu mehr direktem Handeln an, statt sich auf Ankündigungen zu verlassen.

Reißens Aussagen unterstreichen die anhaltenden Spannungen um die finanzielle Transparenz der DB und ihre Führungsentscheidungen. Die vorsichtige Rückendeckung des Gewerkschaftschefs für Pallas Reformkurs ist mit der Forderung nach schnelleren und entschlosseneren Veränderungen verbunden. Wie das Unternehmen darauf reagiert, könnte seine operative Effizienz in den kommenden Monaten prägen.

Quelle