03 March 2026, 17:37

Gericht stoppt Wucher mit Oktoberfest-Plätzen – 1.729 Euro für sechs Sitze

Ein Konzertplakat mit Text, der ein Ereignis in München, Deutschland, ankündigt.

Oktoberfest-Reservierung: Gericht verbietet teure Weiterverkäufe - Gericht stoppt Wucher mit Oktoberfest-Plätzen – 1.729 Euro für sechs Sitze

Ein Münchner Gericht hat einer Eventagentur untersagt, Oktoberfest-Tischreservierungen zu überteuerten Preisen weiterzuverkaufen. Das Urteil richtet sich gegen eine Praxis, die seit langem Veranstalter und Besucher gleichermaßen verärgert. Die Verantwortlichen betonen, dass solche Geschäfte dem Ruf des Festes schaden und die Kosten unangemessen in die Höhe treiben.

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Im Mittelpunkt des Falls standen sechs Plätze im Zelt "Ochsenbraterei", die die Agentur für 1.729 Euro anbieten wollte – weit über dem offiziellen Preis. Das Paket umfasste zwar Essensgutscheine, doch das Gericht gab den Zeltbesitzern, der Familie Haberl, recht, die in ähnlichen Fällen bereits obsagt haben. Ihre Nutzungsbedingungen verbieten ausdrücklich den gewinnorientierten Weiterverkauf von Reservierungen.

Bereits 2020 waren im selben Zelt Reservierungen für 1.990 bis 3.299 Euro inseriert worden, obwohl die direkte Buchung damals rund 400 Euro kostete. Trotz gerichtlicher Schritte tauchten auch in diesem Jahr wieder Tische auf Online-Portalen auf – zu Vielfachen des offiziellen Preises.

Oktoberfest-Chef Christian Scharpf begrüßte das aktuelle Urteil und bezeichnete die Praxis als schädlich für das Image der Veranstaltung. Die Stadt betreibt eine eigene Plattform, auf der ungenutzte Reservierungen zum Originalpreis getauscht oder verkauft werden können. Die meisten Zelte verlangen Buchungen für 8 bis 10 Personen, oft verbunden mit Essensgutscheinen; einige nehmen bereits Reservierungen für 2026 entgegen.

Die Gerichtsentscheidung unterstreicht die bestehenden Regeln gegen das Abkassieren mit Oktoberfest-Plätzen. Dennoch werden weiterhin Tische auf Weiterverkaufsportalen zu stark überhöhten Preisen angeboten. Die Veranstalter raten Besuchern dringend, ausschließlich offizielle Kanäle zu nutzen, um Überzahlungen zu vermeiden.