Großübung in Dachau testet Anti-Terror-Strategien mit 300 Einsatzkräften
Johanna MüllerGroßübung in Dachau testet Anti-Terror-Strategien mit 300 Einsatzkräften
Großangelegte Anti-Terror-Übung in Dachau
Letzte Woche fand in Dachau, Bayern, eine großangelegte Anti-Terror-Übung statt. Organisiert vom Münchner Polizeipäsidium, beteiligten sich mehr als 300 Teilnehmer, darunter Beamte, Freiwillige und Einsatzkräfte. Das Szenario prüfte, wie gut verschiedene Einheiten in einer Krise zusammenarbeiten können – simuliert wurden ein Angriff auf ein Rüstungsunternehmen und ein blockierter Militärkonvoi.
Die Übung lief vom 16. bis 20. März 2026 im Rahmen des GETEX-Programms (Gemeinsame Anti-Terror-Übung). Bayern veranstaltete dabei eine eigene Version der Übung, unabhängig vom Haupttermin in Schleswig-Holstein. Rund 200 Polizisten und 120 Freiwillige der Bereitschaftspolizei nahmen teil, unterstützt von 150 weiteren Polizeikräften, 25 Feldjägern des Feldjägerregiments 3 aus München sowie 25 Berufsfeuerwehrleuten.
Das Szenario umfasste einen gewaltsamen Angriff auf ein Start-up, das Militärdrohnen entwickelt. In einem weiteren Fall blockierte eine Menschenmenge einen Bundeswehr-Konvoi, wodurch die Einsatzkräfte unter Druck koordinieren mussten. Die Übung baute auf früheren Übungsreihen wie der TEX-Serie auf, legte jedoch stärkeren Fokus auf die zivil-militärische Zusammenarbeit.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann besuchte die Übung und betonte deren Bedeutung. Angesichts steigender globaler Spannungen seien solche Vorbereitungen notwendig, so Herrmann. Die Veranstaltung fand zudem nur Monate nach einem Vorfall in Erding statt, bei dem eine Militärübung im Oktober 2025 zu einem echten Polizeieinsatz führte – mit Verletzten, nachdem Beamte die Übung für einen echten Angriff gehalten hatten.
Diesmal verlief die Übung reibungslos. Polizei, Militär und Feuerwehr arbeiteten ohne größere Probleme zusammen. Spezialeinheiten wie das SEK und die Bereitschaftspolizei spielten dabei eine zentrale Rolle.
Die Dachauer Übung bestätigte eine verbesserte Koordination zwischen Polizei, Militär und Rettungskräften. Mit über 300 Beteiligten festigte die Übung die Abläufe zur Bewältigung großflächiger Bedrohungen. Konkrete Folgemaßnahmen wurden noch nicht bekannt gegeben, doch die Ergebnisse deuten auf eine gestärkte Krisenvorsorge hin.






