21 February 2026, 06:24

Grüne fordern politischen Wandel bei Aschermittwoch in der Augustiner-Brauerei

Ein Plakat zum Bayerischen Oktoberfest in München, Deutschland, das ein Gesicht mit einer Krone zeigt, umgeben von Text.

Grüne fordern politischen Wandel bei Aschermittwoch in der Augustiner-Brauerei

Die Grünen veranstalten Aschermittwochs-Kundgebung in der Augustiner-Brauerei am Wörthsee

Die Grünen hielten ihre traditionelle Aschermittwochs-Kundgebung in der Augustiner-Brauerei am Wörthsee ab und zogen damit lokale und regionale Kandidat:innen an. Darunter waren Benjamin Barho, der für den Kreistag Starnberg kandidiert, sowie Katharina Schulze, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayerischen Landtag. Beide sprachen über Wohnungsbau, Klimaschutz und die Notwendigkeit eines politischen Wandels vor der Wahl am 8. März.

Schulze forderte zudem Konsequenzen gegen die rechtsextreme AfD, einschließlich eines möglichen Verbots, und rief die Wähler:innen zur Teilnahme an der anstehenden Abstimmung auf.

Katharina Schulzes politischer Werdegang begann früh: Mit zehn Jahren prägte sie eine Unterrichtsstunde über die Widerstandsgruppe Weiße Rose in ihrem Verständnis von Demokratie. Heute, als Vorsitzende der Grünen-Fraktion im bayerischen Landtag, hat sie in den vergangenen zwei Jahren maßgebliche politische Weichenstellungen vorangetrieben.

2024 startete sie die Initiative Wohnraumoffensive Bayern, die jährlich 50.000 bezahlbare Wohnungen durch Nachverdichtung in Städten und die Nutzung öffentlicher Flächen schaffen soll. Im selben Jahr führte sie das Regionalförderprogramm Nachhaltigkeit ein, einen Fonds zur Unterstützung klimaneutraler Projekte im ländlichen Bayern. Bis 2025 finanzierte das Programm bereits kommunale Energiegenossenschaften in der gesamten Region. Auf der Kundgebung schlug Schulze zudem einen bayerischen Bausparplan, strengere Mietpreisbremse und Bio-Schulverpflegung aus regionalem Anbau vor.

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Benjamin Barho, der Grüne-Kandidat für den Starnberger Kreistag, kritisierte die lokale politische Elite als reformunwillig und bremse so den Ausbau erneuerbarer Energien aus. Seine Lösung: ein neues Fördermittelbüro, das gezielt Bundes-, Landes- und EU-Gelder akquirieren soll – ein Unterfangen, das er mit Trüffelschweinen auf Geldsuche verglich.

Barhos Vision für Starnberg geht jedoch über Finanzfragen hinaus. Er will den Landkreis zu einem Zentrum für grüne Innovation machen – mit ausgebautem ÖPNV, mehr Radwegen und einem Fokus auf nachhaltigen Tourismus. Seine Aussagen spiegelten Schulzes Appell wider, in Sachen Klima- und Wohnungspolitik schneller zu handeln.

Die Veranstaltung fand in der traditionellen Augustiner-Brauerei am Wörthsee statt, einem bewährten Ort für die Aschermittwochs-Kundgebung der Partei. Beide Kandidat:innen nutzten die Bühne, um die Dringlichkeit der Wahl am 8. März zu betonen – als Chance, politische Blockaden zu überwinden und ihre Agenda voranzutreiben.

Die Kundgebung unterstrich die Schwerpunkte der Grünen: bezahlbarer Wohnraum, Klimafinanzierung und ein Wandel in der Kommunalpolitik. Während Schulzes Pläne zu Mietpreisbremse und Energiegenossenschaften bereits umgesetzt werden, hängt Barhos Vorhaben für Starnberg davon ab, ob er ein Mandat erringt.

Mit der Wahl in wenigen Wochen richten sich ihre Botschaften an Wähler:innen, die mit der zögerlichen Politik unzufrieden sind – und zugleich die wachsende Präsenz der Rechtsextremen mit Sorge betrachten.