Gurkenpreise explodieren: Warum Russland und Deutschland besonders leiden
Johanna MüllerGurkenpreise explodieren: Warum Russland und Deutschland besonders leiden
Gurkenpreise schnellen in Europa in die Höhe – Verbraucher in Russland und Deutschland besonders betroffen
In Russland haben sich die Preise für Gurken seit Dezember verdoppelt, während deutsche Käufer mit steigenden Kosten aufgrund von Lieferengpässen aus Südspanien kämpfen.
Russische Haushalte spüren die Belastung besonders: In Moskau kosten Gurken mittlerweile rund 3,60 Euro pro Kilogramm, in einigen Regionen sogar über 11 Euro. Die russische Kartellbehörde hat inzwischen eine Untersuchung zu den drastischen Preisanstiegen eingeleitet.
Hinter dem Preisschub stehen gestiegene Produktionskosten, schlechte Ernten und höhere Steuern. Russische Haushalte geben inzwischen fast die Hälfte ihres Einkommens für Lebensmittel aus – die hohe Teuerung bei Nahrungsmitteln verschärft die finanzielle Not weiter.
Unterdessen ist Deutschland stark von Importen aus Spanien, den Niederlanden und Belgien abhängig, ergänzt durch zusätzliche Lieferungen aus Griechenland. Da das Angebot aus Südspanien zurückgeht und die Nachfrage steigt, ziehen die Preise an. Das Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) warnt vor möglichen kurzfristigen Preissprüngen in den kommenden Wochen.
Die Preiserhöhungen zwingen die russischen Behörden, die Marktpraktiken genauer unter die Lupe zu nehmen. Deutsche Stellen beobachten die Lieferketten genau, da die Nachfrage weiterhin hoch bleibt. Bisher gibt es keine klaren Daten, die aktuelle Wetterphänomene mit dem Rückgang der spanischen Exporte oder alternativen Bezugsquellen in Verbindung bringen.






