19 April 2026, 10:14

Handwerk im Kreis Steinfurt kämpft mit Kosten, Lieferketten und Schwarzarbeit

Offenes Buch mit dem Titel "Mechanic Institution, for the Advantage of Masters, Journeymen, and Apprenticeships", wahrscheinlich ein Vorschlag zur Gründung einer mechanischen Institution.

Handwerk im Kreis Steinfurt kämpft mit Kosten, Lieferketten und Schwarzarbeit

Vertreter des Kreises Steinfurt und der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf sind kürzlich zusammengekommen, um drängende Herausforderungen im Handwerkssektor zu erörtern. Themenschwerpunkte waren steigende Kosten, Lieferkettenprobleme sowie die Bedeutung der beruflichen Ausbildung für die zukünftige Stabilität der Branche.

Landrat Dr. Martin Sommer hatte die Vertreter der Handwerkerschaft eingeladen, um über die aktuellen Schwierigkeiten lokaler Betriebe zu sprechen. Besonders besorgniserregend seien die gestörten Lieferketten und die zurückhaltenden Investitionen, die die Unternehmen finanziell stark belasten. Auch der anhaltende Konflikt im Iran treibe die Energiepreise in die Höhe und setze das Handwerk zusätzlich unter Druck.

Ein weiteres zentrales Thema war die Schwarzarbeit, die das Sozialsystem untergräbt. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Bekämpfung dieses Problems nur durch gemeinsame Anstrengungen von Behörden und Handwerksverbänden gelingen kann.

Bei dem Treffen ging es zudem um die anstehenden Änderungen im Vergaberecht, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten sollen. Die Reformen zielen darauf ab, Prozesse durch Bürokratieabbau zu vereinfachen und Unternehmen mehr Flexibilität zu ermöglichen. Beide Seiten betonten die Bedeutung der dualen Berufsausbildung, um stabile Karrierewege zu sichern und die Betriebsnachfolge im Handwerk reibungslos zu gestalten.

Der Kreis Steinfurt wies auf seine Beratungsangebote hin, die bei Betriebsübergaben und -übernahmen unterstützen. Die Sitzung endete mit der Bestätigung der engen Zusammenarbeit zwischen Kreis und Handwerkerschaft – direkte Kommunikation sei entscheidend, um Lösungen zu finden.

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Die Gespräche unterstrichen die Notwendigkeit einer fortgesetzten Kooperation, um wirtschaftliche Belastungen und regulatorische Veränderungen zu bewältigen. Angesichts der bevorstehenden Neuerungen im Vergaberecht und der fortlaufenden Förderung der Berufsausbildung wollen Kreis und Handwerkerschaft den Dialog weiter pflegen. So soll sichergestellt werden, dass Betriebe die nötige Unterstützung erhalten, um aktuelle und künftige Herausforderungen zu meistern.

Quelle