Hauptzollamt Landshut geht mit harten Kontrollen gegen Schwarzarbeit und Sozialbetrug vor
Hannah BöhmHauptzollamt Landshut geht mit harten Kontrollen gegen Schwarzarbeit und Sozialbetrug vor
Hauptzollamt Landshut verschärft Vorgehen gegen illegale Beschäftigung und Sozialbetrug
Das Hauptzollamt Landshut hat seine Maßnahmen gegen illegale Beschäftigung und Sozialleistungsbetrug weiter ausgeweitet. Im Jahr 2025 führte seine Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) flächendeckende Kontrollen in Niederbayern und Teilen Oberbayerns durch. Bei der jüngsten Aktion im Februar 2026 stand die Einhaltung des Mindestlohngesetzes im Fokus – dabei wurden zahlreiche Verstöße aufgedeckt.
Neben den Kontrollen wirbt die Behörde auch für Karrierechancen im Zolldienst. Neben Ausbildungsplätzen werden duale Studiengänge im Bereich Recht angeboten. Für 2026 sind mehrere Info-Tage zur Berufsorientierung geplant.
Am 20. Februar 2026 überprüfte die FKS 26 Betriebe und befragte 65 Beschäftigte. Im Mittelpunkt stand die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns von 13,90 Euro pro Stunde. Die Ermittler stießen auf mögliche Verstöße gegen Sozialversicherungsvorschriften, aufenthaltsrechtliche Bestimmungen sowie unbezahlte Mindestlöhne.
Im gesamten Jahr 2025 führte die Einheit 538 Arbeitgeberprüfungen durch und befragte 6.904 Beschäftigte. Daraus resultierten 1.551 Strafverfahren und 699 Ordnungswidrigkeitsverfahren. Die abgeschlossenen Strafermittlungen stiegen um 21 Prozent, während die verhängten Bußgelder um 25 Prozent auf über 1,3 Millionen Euro anwuchsen. Der finanzielle Schaden durch diese Fälle belief sich auf mehr als 13 Millionen Euro, die summierten Freiheitsstrafen auf über 32 Jahre.
Das Hauptzollamt Landshut fördert zudem die Nachwuchskräfte im Zollwesen. Es bietet mittlere Laufbahnen in der Ausbildung sowie duale Studiengänge im Bereich Recht an. Für 2026 sind drei Berufsinfotage in Plattling, Passau und Altdorf geplant, darunter eine Offene-Tür-Veranstaltung, um neue Bewerber zu gewinnen.
Bei den Kontrollen im Februar 2026 identifizierte die FKS mehrere Unternehmen, die gesetzliche Vorgaben nicht einhielten. Über die anfänglichen 26 Prüfungen in Landshut, Erding, Dachau und Pfarrkirchen hinaus fanden keine weiteren Nachkontrollen statt. Parallel dazu baut die Behörde ihr Personal durch Ausbildungsprogramme und öffentliche Werbeveranstaltungen im kommenden Jahr weiter aus.






