Hessen fördert BdV mit 150.000 Euro für Erinnerungskultur und Integration
Hannah BöhmHessen fördert BdV mit 150.000 Euro für Erinnerungskultur und Integration
Das Land Hessen hat dem Bund der Vertriebenen (BdV) im Rahmen einer offiziellen Feier 150.000 Euro zugesprochen. Innenminister Roman Poseck überreichte die Förderung im Haus der Heimat in Wiesbaden und betonte damit das Engagement für historische Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Mittel nahm Rose-Lore Scholz, stellvertretende Landesvorsitzende der Organisation, entgegen und bezeichnete sie als Vertrauensbeweis für die laufende Arbeit des Verbandes.
Der BdV-Landesverband Hessen vertritt deutsche Vertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler in der gesamten Region. Zu seinen Aufgaben gehört die Bewahrung persönlicher Schicksale von Flucht, Vertreibung und Neuanfang ebenso wie die Förderung demokratischer Werte und europäischer Einheit. Der Verband organisiert zudem kulturelle Veranstaltungen, darunter die Sudetendeutsch-Schlesischen Wallfahrten zur St.-Anna-Gedächtniskirche sowie eine kürzlich in Wiesbaden (Juni 2024) abgehaltene Tagung mit Workshops zur historischen Aufklärung.
Ein Teil der 150.000-Euro-Förderung fließt in die gemeinsame Landesgeschäftsstelle, um den reibungslosen Betrieb und die Unterstützung regionaler Gruppen zu gewährleisten. Zudem werden zukünftige Projekte gefördert, darunter eine für November 2024 in Hungen geplante Arbeitskonferenz. Darüber hinaus hat der BdV Initiativen gegen Rechtsextremismus ins Leben gerufen und stärkt so seine Rolle als Vermittler von Dialog und sozialer Stabilität.
Poseck unterstrich, dass Erinnerung mehr als Worte erfordere – sie brauche auch finanzielle Unterstützung. Die Förderung solle Institutionen stärken, langfristige Kontinuität sichern und neue kulturelle sowie bildungspolitische Angebote ermöglichen.
Die Mittel unterstreichen Hessens Verpflichtung, die Geschichte zu bewahren und diejenigen zu unterstützen, die von Vertreibung betroffen sind. Durch die Finanzierung der BdV-Arbeit will die Landesregierung sicherstellen, dass die Schicksale der Vertriebenen präsent bleiben und gleichzeitig Integration sowie demokratisches Engagement gefördert werden. Die Förderung kommt in den kommenden zwölf Monaten direkt Projekten, administrativen Aufgaben und regionalen Veranstaltungen zugute.






