03 January 2026, 06:25

Hoerbiger übernimmt Präzisionsexperten PI und stärkt Hightech-Marktposition

Ein Mann in einem weißen Hemd und schwarzer Blazer spricht in ein Mikrofon, vor einem Tisch und einer Projektionswand stehend, die einen robotischen Lander zeigt, mit einem blauen Himmel und Wolken im Hintergrund.

Hoerbiger übernimmt Präzisionsexperten PI und stärkt Hightech-Marktposition

Hoerbiger übernimmt Physik Instrumente (PI) – Spezialist für Präzisionsbewegungs- und Positioniertechnik

Hoerbiger hat eine Vereinbarung zum Kauf von Physik Instrumente (PI) getroffen, einem führenden Anbieter von Hochpräzisions-Bewegungs- und Positioniersystemen. Durch die Übernahme erweitert Hoerbiger seine Marktpräsenz in Schlüsselsektoren wie Halbleiterindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie Automatisierungstechnik. PI, das rund 1.900 Mitarbeiter beschäftigt, wird nach Abschluss der Transaktion als neue Sparte in den Konzern integriert.

Das Unternehmen entwickelt und fertigt piezoelektrische Antriebe, Linearaktoren, Dreh- und Mehrachssysteme. Mit neun Produktionsstandorten und 16 Vertriebsniederlassungen weltweit ist PI global aufgestellt. Gemäß der Vereinbarung wird es als sechste Geschäftseinheit unter dem Namen "Positionierung" in die Hoerbiger-Gruppe eingegliedert.

Die kartellrechtliche Freigabe für die Übernahme steht noch aus. Bis zum voraussichtlichen Abschluss der Transaktion im ersten Quartal 2026 arbeiten beide Unternehmen weiterhin eigenständig. Die Übernahme wird von der Gewerkschaft IG Metall unterstützt, die Arbeitnehmer beider Firmen vertritt. Nach der Fusion plant die Gewerkschaft die Aushandlung eines einheitlichen Tarifvertrags für alle Beschäftigten. Zudem strebt sie eine paritätische Vertretung im Aufsichtsrat an.

Hoerbiger sieht in dem Schritt eine Chance, seine Position in dynamischen Wachstumsbranchen zu stärken. Die Expertise von PI im Bereich hochpräiser Technologien passt zur Innovations- und Expansionsstrategie des Konzerns.

Nach der Genehmigung werden die 1.900 PI-Mitarbeiter in die Hoerbiger-Strukturen eingegliedert. Die neue Sparte "Positionierung" wird sich auf die Weiterentwicklung von Bewegungssteuerungslösungen für Branchen wie Life Sciences und Automatisierung konzentrieren. Die Forderung der IG Metall nach einem gemeinsamen Tarifvertrag wird die Arbeitsbedingungen für die zusammengeschlossene Belegschaft prägen.