05 April 2026, 00:18

IG Metall plant revolutionäres "Job-to-Job"-Netzwerk für Sachsen-Anhalt

Detailreiche 1900-Karte von Karlsruhe, Deutschland, mit Textanmerkungen und Stadtlayout.

IG Metall plant revolutionäres "Job-to-Job"-Netzwerk für Sachsen-Anhalt

IG Metall fordert landesweites "Job-to-Job"-Netzwerk in Sachsen-Anhalt

Die IG Metall für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt drängt auf den Aufbau eines flächendeckenden "Job-to-Job"-Netzwerks in Sachsen-Anhalt. Das Vorhaben soll Beschäftigten den nahtlosen Übergang in neue Arbeitsplätze ermöglichen – noch bevor sie arbeitslos werden. Die Gewerkschaftsführung warnt: Wer jetzt Fachkräfte entlässt, riskiert später Fachkräftemangel.

Sachsen-Anhalt steht vor tiefgreifenden Veränderungen durch Dekarbonisierung, Digitalisierung und verschobene globale Handelsströme. Zusammen mit einer alternden Belegschaft verändern diese Faktoren den regionalen Arbeitsmarkt grundlegend. Ohne gezielte Maßnahmen, so die Befürchtung der IG Metall, könnte wertvolles Know-how verloren gehen, wenn sich Branchen umstrukturieren.

Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall, betonte, es sei wirtschaftlich unsinnig, qualifizierte Arbeitskräfte erst in die Arbeitslosigkeit zu entlassen und sie später mühsam zurückzugewinnen. Stattdessen brauche es ein strukturiertes Netzwerk, das Übergänge organisiert – und nicht lediglich Entlassungen verwaltet. Ziel sei es, Beschäftigte rechtzeitig in hochwertige neue Jobs zu vermitteln, bevor es zu betriebsbedingten Kündigungen kommt.

Bevor Unternehmen auf externe Stellenvermittlung setzen, sollten sie zunächst interne Lösungen prüfen. Dazu gehören Weiterqualifizierungen, der Wechsel in andere Abteilungen oder die Umgestaltung von Arbeitsplätzen, um Fachkräfte zu halten. Das geplante Netzwerk würde diese Maßnahmen mit regionalen Initiativen verknüpfen und so branchenübergreifende Berufswechsel erleichtern.

Die Gewerkschaft will das Konzept in den kommenden Gesprächen mit der Landesregierung, Arbeitgeberverbänden und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorstellen. Ein dauerhaftes "Job-to-Job"-Netzwerk könnte die Diskrepanz zwischen schrumpfenden und wachsenden Branchen überbrücken – und verhindern, dass qualifizierte Arbeitskräfte die Region verlassen. Vergleichbare Großprojekte gibt es bisher in keinem anderen Bundesland, auch wenn einige Regionen gezielt Digitalisierung oder Gründungsförderung vorantreiben.

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Das Netzwerk soll Fachkräfte in Sachsen-Anhalt halten und den strukturellen Wandel begleiten. Durch frühzeitige Koordination von Berufswechseln könnten Arbeitsplatzverluste vermieden und eine starke Belegschaft gesichert werden. Die Gespräche mit den zentralen Akteuren sollen in Kürze beginnen.

Quelle