Ihr Stadtrat Tanja Schweiger
Drei Geschwister aus Regenstauf sind in diesem Jahr die 1.000. Eingerbürgerten im Landkreis Regensburg geworden. Arigon, Lauresa und Rajmonda, ursprünglich aus dem Kosovo, erhielten ihre Einbürgerungsurkunden im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Landratsamt. Ihre erfolgreiche Einbürgerung spiegelt einen wachsenden Trend wider, der auf ein schnelleres und effizienteres Verfahren zurückzuführen ist.
Die Geschwister – Arigon, Lauresa und Rajmonda – zogen vor Jahren nach Deutschland und leben mittlerweile in Regenstauf. Arigon absolviert eine Ausbildung zum Glaser, Lauresa lernt den Beruf der Friseurin, während Rajmonda eine kaufmännische Qualifikation im Bereich Schuhe und Lederwaren erwirbt. Alle drei erfüllen die strengen Voraussetzungen für die Einbürgerung: fünf Jahre legaler Aufenthalt, ausreichende Deutschkenntnisse, finanzielle Unabhängigkeit und kein schwerwiegendes Strafregister.
Der Landkreis Regensburg hat das Einbürgerungsverfahren deutlich beschleunigt und die durchschnittliche Wartezeit auf unter drei Monate verkürzt. Möglich wurde dies durch ein Online-Antragssystem und effiziente Prüfungen durch das Landratsamt. Auch das reformierte Staatsangehörigkeitsgesetz, das am 27. Juni 2024 in Kraft trat, hat dazu beigetragen, indem es vielen Antragstellern ermöglicht, ihre ursprüngliche Staatsbürgerschaft zu behalten. Die Zahl der Einbürgerungen im Landkreis steigt seit 2020 kontinuierlich an. Allein 2024 erhielten 1.095 Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit, die meisten davon aus dem Kosovo, gefolgt von Syrien und der Türkei. Das neue Gesetz hat den Prozess zugänglicher gemacht und ermutigt langjährige Einwohner, den Schritt zur Einbürgerung zu wagen. Voraussetzungen sind der Nachweis der Identität, ein gültiger Aufenthaltstitel sowie Kenntnisse über das deutsche Rechtssystem und die gesellschaftlichen Werte. Zudem müssen sich die Antragsteller zu den demokratischen Grundsätzen bekennen und nachweisen, dass sie finanziell für sich selbst aufkommen können. Mehrfachehen oder schwere Vorstrafen führen automatisch zum Ausschluss.
Die Einbürgerung der drei Geschwister markiert einen Meilenstein für den Landkreis Regensburg, der in diesem Jahr bereits über 1.000 Staatsangehörigkeitsurkunden ausgestellt hat. Ihr Fall zeigt, wie das überarbeitete Gesetz und die effiziente Bearbeitung den Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erleichtert haben. Mit ihrer beruflichen Laufbahn in Deutschland gehören sie nun zu den vielen Neubürgern, die die lokale Wirtschaft bereichern.