02 February 2026, 16:26

Illegale Zigarettenfabrik in Amberg: Zoll deckt heimliche Massenproduktion auf

Ein Fabrikgebäude mit Rauch, der aus seinen Schornsteinen aufsteigt, umgeben von Häusern und einem Gewässer, mit dem Text "Die Fabrik" unten.

Illegale Zigarettenfabrik in Amberg: Zoll deckt heimliche Massenproduktion auf

Zigaretten-Herstellungsmaschine in Amberg beschlagnahmt – Zollermittler decken illegale Produktion auf

Im September des vergangenen Jahres beschlagnahmten Zollfahnder in Deutschland eine selbstgebaute Zigarettenmaschine. Die Entdeckung gelang bei einer Polizeirazzia in Amberg, wo Beamte eine voll funktionsfähige Anlage vorfanden, die hunderte Zigaretten pro Stunde herstellen konnte. Die Behörden gaben nun aus taktischen Gründen Details zum Fall bekannt.

Die Razzia wurde im September 2025 von der Kriminalpolizeilichen Ermittlungsgruppe Amberg durchgeführt. Während der Durchsuchung im Rahmen eines anderen Ermittlungsverfahrens stießen die Beamten im Haus eines 40-jährigen Deutschen auf die illegale Produktion. Die Maschine, konstruiert zum Pressen von Feinschnitt-Tabak in Zigarettenhülsen, war in der Lage, über 500 Zigaretten pro Stunde herzustellen.

Bei der Durchsuchung beschlagnahmten die Ermittler mehrere Kilogramm losen Tabak, tausende leere Zigarettenhülsen sowie 1.200 fertige Zigaretten – keine davon mit den vorgeschriebenen Steuerbanderolen versehen. Der Beschuldigte hatte zudem eigene Markenverpackungen für die nicht rückverfolgbaren Produkte angefertigt. Trotz des aufwendigen Aufbaus betonten die Behörden, dass die Herstellung und der Vertrieb selbstgebauter Tabakverarbeitungsmaschinen in Deutschland in den letzten Jahren selten geblieben seien.

Strenge Tabaksteuergesetze und die engmaschige Überwachung durch Zoll- und Finanzbehörden erschweren weiterhin die illegale Eigenproduktion. Öffentliche Berichte, Online-Foren und Marktanalysen zeigen zwischen 2021 und 2026 kaum Veränderungen bei der Verbreitung solcher Maschinen.

Die beschlagnahmte Ausrüstung und die Materialien verdeutlichen die Herausforderungen bei der Durchsetzung von Tabakvorschriften in kleinteiligen Betrieben. Die selbst entworfene Verpackung und die Produktion im kommerziellen Maßstab des Beschuldigten deuten auf den Versuch hin, Steuerkontrollen zu umgehen. Die Behörden bleiben wachsam, da illegale Herstellung erhebliche rechtliche und finanzielle Konsequenzen nach sich zieht.