Impflücken in den USA führen zu Rückkehr vermeidbarer Kinderkrankheiten
Hannah BöhmImpflücken in den USA führen zu Rückkehr vermeidbarer Kinderkrankheiten
USA verzeichnen Anstieg vermeidbarer Krankheiten durch niedrige Impfquoten
In den USA nehmen vermeidbare Krankheiten zu, da die Impfraten weiterhin auf niedrigem Niveau verharren. 2024 haben die Fälle von Keuchhusten und Masern stark zugenommen – mit schweren Folgen insbesondere für Kleinkinder. Gesundheitsbehörden warnen, dass versäumte Impfungen während der Pandemie nun ihre Spuren hinterlassen.
Allein in diesem Jahr wurden bereits 7.599 Keuchhustenfälle registriert. Besonders betroffen sind Säuglinge unter sechs Monaten – etwa jedes dritte Kind musste stationär behandelt werden. Todesfälle gab es in Louisiana, South Dakota und Washington.
Auch die Masern kehren zurück: Über 700 Fälle wurden 2024 gemeldet – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Zwei Kinder starben bereits an der Infektion. Ausbrüche breiten sich in mehreren Bundesstaaten aus und wecken Befürchtungen einer weiteren Ausbreitung.
Der DTaP-Impfstoff, der gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten schützt, wird in fünf Dosen während der Kindheit verabreicht. Eine Auffrischung wird mit 11 oder 12 Jahren empfohlen, gefolgt von weiteren alle zehn Jahre. Doch die Impfquoten bei Kindern haben sich von dem pandemiebedingten Rückgang noch nicht erholt.
Das Vertrauen in Impfungen ist seit dem COVID-19-Ausbruch gesunken – besonders unter Republikanern. Dieser Rückgang trägt zu einer geringeren Impfabdeckung bei und macht mehr Menschen anfällig für vermeidbare Krankheiten.
Die aktuellen Ausbrüche zeigen die Folgen der gesunkenen Impfraten in den letzten Jahren. Ohne eine Verbesserung der Impfquoten rechnen Gesundheitsbehörden mit weiteren Keuchhusten- und Masernfällen. Die Behörden appellieren weiterhin an Eltern, darauf zu achten, dass Kinder alle empfohlenen Impfungen zeitgerecht erhalten.






