Ingolstadts Hämmersbau-Theater schließt 2026 für immer seine Pforten
Johanna MüllerIngolstadts Hämmersbau-Theater schließt 2026 für immer seine Pforten
Ingolstadt steht vor drastischen Haushaltskürzungen, die das kulturelle Leben der Stadt grundlegend verändern werden. Die Stadt mit über 140.000 Einwohnern wird bis Mai 2026 ihr zentrales Theater, den Hämmersbau, verlieren. Die Schließung erfolgt, während die Stadtverwaltung mit einem prognostizierten Defizit von 88 Millionen Euro bis Ende nächsten Jahres kämpft.
Das Hämmersbau-Theater, eine langjährige kulturelle Institution, wird am 31. Mai 2026 seine Türen für immer schließen. Die letzte Produktion wird Kasimir und Karoline von Ödön von Horváth sein. Die Entscheidung folgt der unbestimmten Verschiebung eines für Ende 2025 geplanten Sanierungsprojekts im Umfang von 240 Millionen Euro.
Das Theater hat bereits mit Kostensenkungen begonnen und strebt eine Kürzung seines Budgets um 1,5 Millionen Euro an. Vier Vollzeitstellen werden gestrichen, und alle Gastspiele wurden abgesagt. Diese Maßnahmen spiegeln die allgemeinen Einsparungen in Ingolstadt wider, insbesondere bei "freiwilligen Leistungen" wie Kulturprogrammen.
Die Finanzen der Stadt unterliegen nun der Aufsicht der Regierung von Oberbayern. Angesichts des drohenden Defizits haben die Verantwortlichen Ausgabenkürzungen Vorrang vor größeren Investitionen eingeräumt – Institutionen wie der Hämmersbau bleiben damit ohne Rettungsring.
Die Schließung des Hämmersbau-Theaters hinterlässt eine empfindliche Lücke im kulturellen Angebot Ingolstadts. Die Haushaltskrise der Stadt hat zu Kürzungen bei Personal, Aufführungen und langfristigen Projekten gezwungen. Ohne Gegenmaßnahmen sind weitere Einschnitte bei öffentlichen Leistungen wahrscheinlich.






