10 November 2025, 18:13

Innovativer Kongress zeigt Wege zur Inklusion von Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund

Eine Gruppe von Frauen hält ein Banner, um ein Ereignis zu bewerben, mit zwei klatschenden Männern daneben und einer sitzenden, aufgeregten Frau im Rollstuhl vor einem schwarzen Vorhang und Ballons.

Innovativer Kongress zeigt Wege zur Inklusion von Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund

„Arbeit – aber wie?“: Innovativer Kongress zu Berufschancen für Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund

Kürzlich fand die innovative Veranstaltung „Arbeit – aber wie?“ statt, die von unserer Organisation mitausgerichtet wurde. Der Kongress brachte rund 80 Teilnehmende aus verschiedenen Bereichen zusammen, um über Wege in den Arbeitsmarkt für geflüchtete und migrierte Menschen mit Behinderung zu diskutieren. Ziel war es, konkrete Lösungen und positive Beispiele gelungener Inklusion aufzuzeigen.

Eröffnet wurde der Kongress von Vertreter:innen der Bayerischen Staatsregierung, des Bayerischen Landtags sowie des Landkreises Oberpfalz. In der Region leben etwa 35.160 Menschen mit Behinderung, darunter rund 400 Kinder und Jugendliche unter 25 Jahren, sowie fast 23.800 Menschen ohne deutschen Pass.

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen Themen wie Bürokratieabbau, Barrierefreiheit, frühe Förderung, Empowerment durch Peer-Beratung, Praxisorientierung, die Sichtbarmachung von Erfolgsbeispielen sowie der Ausbau von Netzwerken. Staatsrätin Tanja Schweiger betonte, wie wichtig es sei, bei Menschen ohne deutschen Pass zu erfassen, ob eine Behinderung oder chronische Erkrankung vorliegt, um sie gezielt unterstützen zu können.

Zoya Dimitrova, eine blinde Frau aus Bulgarien, berichtete von ihrem inspirierenden Werdegang und wie sie trotz Hindernissen einen Arbeitsplatz bei der Bundesagentur für Arbeit fand. Ihre Geschichte zeigte, dass Teilhabe mit der richtigen Unterstützung möglich ist. Der Kongress machte deutlich: Berufliche Integration von geflüchteten Menschen mit Behinderung gelingt durch gesellschaftliche Offenheit, politische Rahmenbedingungen und praktische Hilfen.

Der Kongress „Arbeit – aber wie?“ vereinte erfolgreich Akteur:innen, um praktische Lösungen für bessere Arbeitsmarktchancen von Menschen mit Behinderung und Migrations- oder Fluchthintergrund zu erörtern. Die Veranstaltung unterstrich, wie entscheidend die Erfassung von Behinderungen bei Nicht-Deutschen ist – und welches Potenzial in gelungener Inklusion steckt, wenn die richtigen Voraussetzungen geschaffen werden.