Jedes Kane-Tor bringt ein neues Schnitzel – die skurrile Bayern-Tradition eines Wirtshausbesitzers
Elias BraunJedes Kane-Tor bringt ein neues Schnitzel – die skurrile Bayern-Tradition eines Wirtshausbesitzers
Ein bayerischer Wirtshausbesitzer hat aus Harry Kanes Vorliebe für Schnitzel eine ganz besondere Tradition gemacht. Stefan Kastner brät das Gericht jedes Mal, wenn der FC Bayern-München-Stürmer ein Tor schießt. Die ungewöhnliche Vereinbarung entstand durch eine unerwartete Verbindung – und sorgt seitdem bei Fans und Einheimischen für Gesprächsstoff.
Die Idee kam Kastner, als er sich an Kanes Arzt, Alejandro Elorriaga Claraco, wandte, der in Kastners Gästehaus in Baierbrunn absteigt. Kastner, der das Waldgasthof Buchenhain führt, fragte, ob er die Tore des Stürmers mit einem hausgemachten Schnitzel feiern dürfe. Der Arzt übermittelte die Nachricht – und die Tradition war geboren.
Kane scherzte später, Kastner habe wohl nicht geahnt, wie oft er das Gericht in die Pfanne hauen müsse. Die Anzahl der Schnitzel entspricht der Zahl der Tore, die Kane in einem Spiel erzielt – allerdings nur für den FC Bayern, nicht für die englische Nationalmannschaft. Dazu gibt es Kartoffelsalat oder Ofenkartoffeln, niemals Pommes, denn Kastner legt Wert auf eine ausgewogene Ernährung des Stürmers.
Die beiden trafen sich bisher nur einmal, kurz bei einem örtlichen Kirchweihfest. Doch Kane bezeichnet Schnitzel als sein Lieblingsgericht in Deutschland und schätzt die Verbindung, die dadurch zur Gemeinschaft entsteht. Für Kastner geht es dabei um mehr als nur Essen – es ist eine Möglichkeit, den Spieler zu motivieren und die Menschen zusammenzubringen.
Solange Kane weiter trifft, bleibt auch die Schnitzel-Tradition bestehen. Jedes Tor bedeutet für Kastner eine neue Runde am Herd – und er hat nicht vor, damit aufzuhören. Währenddessen feiern Fans und Einheimische mit, ein knuspriges Schnitzel nach dem anderen.