11 February 2026, 20:43

Jérôme Boatengs umstrittenes Praktikum beim FC Bayern polarisiert die Fans

Ein Mann steht auf einem Fußballfeld mit verschränkten Armen, trägt eine schwarze Jacke und Hose und hat einen Zaun, Treppe und eine Wand im Hintergrund.

Jérôme Boatengs umstrittenes Praktikum beim FC Bayern polarisiert die Fans

Jérôme Boateng soll im Rahmen seiner Trainerausbildung ein Praktikum beim FC Bayern München beginnen. Der ehemalige Verteidiger, der bereits die B-Lizenz besitzt, sieht sich wegen seiner früheren Verurteilungen wegen Körperverletzung mit Kritik konfrontiert. Fans werfen dem Verein vor, mit der Entscheidung seine Haltung zu Gewalt infrage zu stellen.

Boateng war 2021 wegen der Misshandlung seiner Ex-Partnerin Sherin Senler im Jahr 2018 rechtskräftig verurteilt worden und musste eine Strafe von 1,8 Millionen Euro zahlen. Ein weiteres Verfahren wegen angeblicher Gewalt gegen eine andere Ex-Freundin, Kasia Lenhardt, wurde später mangels Beweisen eingestellt.

Trotz der Kontroverse lotet Boateng Möglichkeiten im Trainerbereich aus. Er sprach mit Vincent Kompany vom FC Bayern über ein mögliches Praktikum. Auch der FC Barcelona bot ihm unter Hansi Flick eine Position an, allerdings ohne dass es bisher zu einer offiziellen Vereinbarung kam.

Der FC Bayern hat sich in der Vergangenheit öffentlich klar gegen Gewalt positioniert. 2023 erstrahlte das Stadion des Vereins im Rahmen einer Kampagne gegen Gewalt an Frauen in Orange. In offiziellen Stellungnahmen betonte der Club wiederholt eine Null-Toleranz-Haltung bei häuslicher Gewalt. Stand Februar 2026 hat kein anderer Verein öffentlich Interesse an einer Zusammenarbeit mit Boateng gezeigt.

Das Praktikum beim FC Bayern bleibt vorerst geplant, doch der Widerstand der Fans hält an. Die Zukunft des ehemaligen Nationalspielers als Trainer wird davon abhängen, wie Vereine seine fachliche Qualifikation gegen seine juristische Vergangenheit abwägen.