29 November 2025, 06:24

Jesuiten-Hochschule sagt Vortrag von Philosoph Sebastian Ostritsch nach Protesten ab

Ein Mann in einem rosa und weißen Kleid steht neben einem Rednerpult in einem Auditorium, mit Pflanzen und zwei Stühlen daneben und einer bunten Wand im Hintergrund.

Jesuiten-Hochschule sagt Vortrag von Philosoph Sebastian Ostritsch nach Protesten ab

Der Philosoph Sebastian Ostritsch wurde von einem Vortrag an der Hochschule für Philosophie (HFPH) der Jesuiten in München ausgeladen. Die Universität sagte die Veranstaltung ab, da sie Bedenken wegen seiner "polarisierenden Äußerungen" zu gesellschaftspolitischen und religiösen Themen hatte. Die Entscheidung fiel nach Druck von linksgerichteten Aktivisten, die ihn als "rechtsextremen Fundamentalisten" bezeichneten.

Die Absage wurde am 27. November 2025 öffentlich bekannt gegeben. Vertreter der HFPH begründeten dies damit, dass Ostritschs Positionen eine "sichere und konstruktive" Durchführung des Events gefährdet hätten. Der ursprünglich geplante Vortrag, der sich mit Beweisen für die Existenz Gottes beschäftigen sollte, hatte aufgrund von Protesten linker Gruppen bereits erhebliche mediale Aufmerksamkeit erregt.

Die Absage an der HFPH stellt einen seltenen Fall dar, in dem eine Hochschule eine Einladung aufgrund ideologischer Vorbehalte zurückzog. Ostritschs anschließender Vortrag in Bad Cannstatt sorgte dennoch dafür, dass die Diskussion stattfand. Der Vorfall wirft Fragen auf, wie Institutionen den Spannungsbogen zwischen Meinungsfreiheit und der wahrgenommenen Gefahr von Polarisierung austarieren.