08 January 2026, 06:35

KI-gestütztes Besuchermanagement soll Staus auf dem Oktoberfest 2025 verhindern

Mehrere Personen auf einer Straße mit Fahrzeugen, Gebäuden und Bäumen im Hintergrund.

KI-gestütztes Besuchermanagement soll Staus auf dem Oktoberfest 2025 verhindern

Ein deutsches Start-up schlägt eine neue Lösung für das Besuchermanagement auf dem Oktoberfest 2025 vor. Das Unternehmen dataMatters will Echtzeit-Sensoren einsetzen, um Besucherströme zu erfassen und Staus zu entschärfen. Das System, das bereits in anderen Städten getestet wurde, könnte ab 2026 in München zum Einsatz kommen – vorausgesetzt, es erhält grünes Licht.

Geplant ist die Installation von Bluetooth- und LiDAR-Sensoren rund um die Festzelte und wichtigsten Zugangswege. Die Geräte würden anonymisierte Besucherzahlen erfassen und die Daten an eine zentrale Plattform übermitteln, wo sie mithilfe von KI analysiert werden. Ziel ist es, Engpässe vorherzusagen, bevor sie entstehen.

Die Sensoren arbeiten mit Solarenergie und langlebigen Batterien, was den Wartungsaufwand minimal hält. Laut Gründer Daniel Trauth ließe sich das Netzwerk innerhalb weniger Tage aufbauen – ohne langwierige Genehmigungsverfahren. Persönliche Daten würden nicht gespeichert, sondern lediglich anonymisierte Signalzählungen von Geräten erfasst. dataMatters hat ähnliche Technologien bereits in anderen Städten eingesetzt, etwa zur Optimierung des öffentlichen Nahverkehrs oder der Energieversorgung durch Echtzeit-Monitoring von Fußgängerströmen.

Bisher gibt es jedoch noch keinen offiziellen Vertrag für das Oktoberfest 2025. Die Sicherheit bleibt vorerst in der Hand der bayerischen Polizei. Sollte das System eingeführt werden, könnte es live Einblicke in die Besucherdichte auf dem größten Bierfest Europas liefern. Der Ansatz des Start-ups umgeht Datenschutzbedenken, indem es auf anonyme Zählungen statt auf individuelle Tracking-Methoden setzt. Ob die Technologie 2026 tatsächlich zum Einsatz kommt, steht allerdings noch nicht fest.