27 October 2025, 20:15

Kleinere deutsche Flughäfen fliegen über vorpandemische Werte

Eine Luftaufnahme eines Flughafens mit Flugzeugen, Gebäuden, Masten, Fahrzeugen und Bäumen, einem Himmel oben, einer Straße unten und einem Zaun im Vordergrund.

Kleinere deutsche Flughäfen fliegen über vorpandemische Werte

Kleinere Flughäfen in Deutschland verzeichnen einen bemerkenswerten Anstieg der Passagierzahlen – einige übertreffen sogar bereits das Niveau vor der Pandemie. Gleichzeitig erholen sich die großen Drehkreuze des Landes nur langsam. Besonders der Flughafen Memmingen könnte sich in naher Zukunft zu einem bedeutenden Akteur entwickeln. Die Flughäfen Karlsruhe/Baden-Baden und Niederrhein/Weeze melden ein beeindruckendes Wachstum: Die Passagierzahlen stiegen im Vergleich zu vor der Pandemie um 184 Prozent bzw. 169 Prozent. Auch der Flughafen Allgäu verzeichnet einen enormen Anstieg der Sitzplatzkapazität um 256 Prozent. Dieser Boom ist unter anderem auf die Verlagerung der Aktivitäten von Billigfluggesellschaften wie Ryanair und Wizz Air zurückzuführen, die zunehmend regionale Flughäfen für ihre Direktverbindungen nutzen. Dagegen erholen sich Deutschlands zwei größte Flughäfen, Frankfurt und München, nur allmählich: Frankfurt hat 88 Prozent, München 84 Prozent ihrer Vorkrisen-Kapazitäten erreicht. Dennoch könnte der Flughafen Memmingen bis Ende 2025 zwischen 3,5 und 3,6 Millionen Passagiere abfertigen – und würde damit auf Platz zehn der verkehrsreichsten deutschen Flughäfen rücken. Sein ehrgeiziges Ziel: Innerhalb von fünf Jahren zum zweitwichtigsten Flughafen Bayerns aufsteigen und möglicherweise den Flughafen Nürnberg überholen. Die Umorientierung der Billigfluglinien befeuert das Wachstum der kleineren Airports, von denen einige die Passagierzahlen von vor der Pandemie bereits übertroffen haben. Während sich die großen Drehkreuze weiter erholen, positionieren sich regionale Flughäfen wie Memmingen als aufstrebende Kräfte im deutschen Luftverkehr.