Kölner Fasching endet mit spektakulärer Nubbel-Verbrennung und altem Brauchtum
Ben SchmidtNubbel-Verbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Kölner Fasching endet mit spektakulärer Nubbel-Verbrennung und altem Brauchtum
Kölner Fasching endet offiziell mit Verbrennung des Nubbel
Am Dienstagabend ging die Kölner Faschingssaison mit der traditionellen Verbrennung des Nubbel offiziell zu Ende. Das Ritual markiert den Übergang von den ausgelassenen Feiern zur besinnlichen Fastenzeit, in der sich Gläubige auf den Aschermittwoch vorbereiten.
Der Nubbel, eine mit Stroh gefüllte Figur, die während des Faschings über Kneipentüren hängt, steht symbolisch für alle Sünden und Ausschweifungen der "fünften Jahreszeit". Am Dienstagabend versammelten sich in Köln zahlreiche Schaulustige, um dem Spektakel beizuwohnen – ein symbolischer Akt der Reinigung, mit dem die Stadt ihre Festtagsfreuden hinter sich lässt. Die Tradition reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als lokale Handwerker die Figur erstmals als Abschied vom Fasching schufen.
Auch im benachbarten Düsseldorf findet am Aschermittwoch ein ähnliches Ritual statt: Dort wird die Strohpuppe Hoppeditz verbrannt – mit dem Versprechen, symbolisch am 11. November zurückzukehren. Beide Zeremonien leiten für viele Menschen in der Region das Ende des Faschings und den Beginn der Fastenzeit ein.
Die Nubbel-Verbrennung bleibt ein zentraler Bestandteil der rheinischen Faschingskultur. Jahr für Jahr zieht das Ereignis große Menschenmassen an und verbindet auf einzigartige Weise Humor, Tradition und Besinnlichkeit, wenn die närrische Saison zu Ende geht.
Mit dem Nubbel, der nun zu Asche zerfallen ist, kehren die Jecken in Köln und Düsseldorf in den Alltag zurück. Die tief verwurzelte Symbolik des Brauchs sichert ihm seinen Platz als bleibender Abschied vom Fasching. Am Aschermittwoch werden die Straßen ruhiger – die Fastenzeit beginnt.






