02 November 2025, 14:15

Kritik an den Sponsorendeals des FC Bayern München wegen Menschenrechtsbedenken

Ein Sportler posiert für ein Foto und trägt ein T-Shirt mit verschiedenen Sponsorennamen.

Vor der Präsidentenwahl: Kritik an den Sponsorendeals des Bayern - Kritik an den Sponsorendeals des FC Bayern München wegen Menschenrechtsbedenken

FC Bayern München steht wegen Sponsorenverträge in der Kritik – besonders wegen der Partnerschaft mit der Fluggesellschaft Emirates. Vor der Wiederwahl von Herbert Hainer zum Vereinspräsidenten meldete sich das Mitglied Michael Ott zu Wort und äußerte Bedenken hinsichtlich Menschenrechtsverstöße, die mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in Verbindung gebracht werden. Das Land steht hinter der Airline und unterstützt Milizen, denen Gräueltaten im Sudan vorgeworfen werden. Hainer, der mit etwa 93 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt wurde, überließ die Stellungnahme dem Vorstandsvorsitzenden Jan-Christian Dreesen. Dieser betonte, der Verein prüfe potenzielle Partner gründlich, doch politische oder geopolitische Fragen stünden dabei nicht im Vordergrund. Dreesen verwies auf die Notwendigkeit der Eigenfinanzierung im Sport, bei der Sponsoring eine zentrale Rolle spiele. Emirates, die staatliche Fluggesellschaft der VAE, ist seit Langem ein wichtiger Partner des FC Bayern München. Trotz der Kritik an der Unterstützung der VAE für Milizen, denen Menschenrechtsverbrechen im Sudan angelastet werden, verteidigte Dreesen die Zusammenarbeit. Die Airline leiste einen bedeutenden Beitrag zur Finanzierung des Profisports und sei ein „verdienter Sportpartner“. Die Partnerschaft zwischen dem FC Bayern und Emirates bleibt umstritten. Während der Verein das Sponsoring als unverzichtbar für die Sportfinanzierung darstellt, zeigt die Debatte, wie schwierig es ist, wirtschaftliche Kooperationen mit geopolitischen und menschenrechtlichen Fragen in Einklang zu bringen.