17 February 2026, 14:33

Kultiviertes Fleisch für Hunde: Warum Tierhalter langsam umdenken

Ein Plakat mit dem Text "Essen: Kaufen Sie es mit Bedacht, kochen Sie es mit Sorgfalt, verwenden Sie weniger Getreide & Fleisch, servieren Sie nur genug, verwenden Sie das, was übrig ist, verschwendet Sie es nicht" darauf gedruckt.

Kultiviertes Fleisch für Hunde: Warum Tierhalter langsam umdenken

Kultiviertes Fleisch in Tiernahrung gewinnt an Fahrt – doch Hürden bleiben

Die Bestrebungen, kultiviertes Fleisch in der Tiernahrung zu etablieren, nehmen an Dynamik zu, doch es gibt nach wie vor Herausforderungen. BeneMeat, ein führender Akteur in diesem Bereich, wird bald auf einer wichtigen Branchenveranstaltung Ergebnisse aus seinen Verbrauchertests präsentieren. Experten betonen unterdessen, dass Aufklärung und Transparenz entscheidend sind, um die Akzeptanz dieser neuen Proteinquelle zu steigern.

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Auf dem anstehenden Forum Europe 2026 in Nürnberg werden die Erkenntnisse aus BeneMeats "Try & Share"-Programm vorgestellt, das von Jan Lupich und Katharina Eist-Holland geleitet wird. Die Präsentation erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Unternehmen erkunden, wie kultiviertes Fleisch den Markt für Tiernahrung verändern könnte.

Ein wichtiger Meilenstein war im September 2025 die Markteinführung eines Hundesnacks aus kultiviertem Fleisch durch BeneMeat – ein Testballon für Verbraucherreaktionen und Marktpotenzial. Erste Daten des "Try & Share"-Programms deuten darauf hin, dass Aufklärungsmaterialien und direkte Produkterfahrung die Akzeptanz sowie die wahrgenommene Wertigkeit steigern.

Eine Umfrage von Bond aus dem Jahr 2023 ergab, dass 39 % der Verbraucher kultiviertes Fleisch für Haustiere kannten, während 35 % bereit wären, es auszuprobieren. Rich Kelleman, CEO von Bond, wies darauf hin, dass der Einstieg in den Tiernahrungsmarkt den Weg für eine breitere Kommerzialisierung ebnen könnte. Sein Unternehmen geht davon aus, dass Erfolge in diesem Segment die Skalierung von Produktion und Vertrieb erleichtern würden.

Trotz wachsendem Interesse haben bisher jedoch keine großen Tiernahrungshersteller konkrete Pläne angekündigt, kultiviertes Fleisch bis 2028 in ihr Sortiment aufzunehmen. BeneMeat bleibt dennoch zuversichtlich und prognostiziert, dass führende Marken die Technologie innerhalb der nächsten fünf Jahre adaptieren werden. Das Unternehmen positioniert kultiviertes Fleisch dabei als ergänzliche Proteinoption – nicht als Ersatz – und möchte so die Wahlmöglichkeiten für Tierhalter und Hersteller erweitern.

Transparenz und Aufklärung gelten als zentral, um Vertrauen aufzubauen. BeneMeat und andere Branchenvertreter betonen, wie wichtig eine klare Kommunikation über Herstellung und Vorteile von kultiviertem Fleisch ist. Ohne diese könnte Verbraucherskepsis den Fortschritt bremsen.

Der Tiernahrungsmarkt könnte zum Tor für eine breitere Akzeptanz von kultiviertem Fleisch werden. BeneMeats anstehende Präsentation in Nürnberg wird weitere Einblicke in Verbraucherhaltungen und Marktbereitschaft liefern. Derzeit liegt der Fokus darauf, den Mehrwert des Produkts durch Tests, Aufklärung und Branchenzusammenarbeit unter Beweis zu stellen.