03 February 2026, 16:31

Landfrauentag 2026: Wie Frauen die bayerische Landwirtschaft prägen

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer kleinen Stadt, die auf einem Hügel liegt und von Bäumen und Pflanzen umgeben ist, mit dem Text "Bayern, Deutschland aus der illustrierten Londoner Neuigkeiten" unten.

Landfrauentag 2026: Wie Frauen die bayerische Landwirtschaft prägen

Landfrauentag 2026 in Zirndorf: Frauen in der Landwirtschaft im Fokus

Der Landfrauentag 2026 in Zirndorf rückte die Rolle der Frauen in der Landwirtschaft in den Mittelpunkt – passend zum "Jahr der Bäuerin" der Vereinten Nationen. Lokale Führungskräfte trafen sich, um ihre Leistungen zu würdigen und gleichzeitig über Herausforderungen sowie Zukunftsperspektiven für ländliche Gemeinden zu diskutieren. Bei der Veranstaltung wurden auch kulturelle Traditionen gepflegt, darunter ein Auftritt des Landfrauen-Chors unter seiner neuen Dirigentin.

Zirndorfs Bürgermeister Thomas Zwingel lobte in seiner Rede das Engagement der Landfrauen und hob ihre harten Einsatz, Zuverlässigkeit und Integrität hervor. Marion Fischer, stellvertretende Kreisvorsitzende des Bayerischen Bauernverbandes, unterstrich dies und betonte, wie wichtig es sei, die zentrale Rolle von Frauen in der Landwirtschaft anzuerkennen. Peter Köninger, Kreisvorsitzender des Verbandes, ergänzte, dass Frauen in der Branche ganz selbstverständlich Führungspositionen übernähmen.

Aktuelle Zahlen zeigen, dass rund 9 Prozent der bayerischen Agrarbetriebe – etwa 3.600 von 40.000 – von Frauen geleitet werden, oft im Rahmen von gemischten Einkommenshaushalten. Regionale Unterschiede gebe es dabei nicht, doch das Interesse junger Frauen an landwirtschaftlichen Ausbildungen sei in den letzten Jahren gestiegen. Der Verband hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil weiblich geführter Höfe bis 2035 auf 20 Prozent zu steigern, insbesondere angesichts der anstehenden Generationenwechsel auf vielen Betrieben.

Bettina Hechtel, Kreisvorsitzende des Bayerischen Bauernverbandes, sprach über die Bedeutung von Frauen für die Ernährungssicherheit und als Treiberinnen von Innovation. Bernd Obst, Landrat des Landkreises Fürth, stellte Förderinitiativen wie "Gutes aus dem Fürther Land" vor, die regionale Erzeugnisse bewerben. Gleichzeitig machen Kürzungen im Bildungsetat der Aufklärungsarbeit zu schaffen: 80 Schulklassen mussten aus dem Programm "Landfrauen machen Schule" – das Kindern die Landwirtschaft näherbringt – ausscheiden.

Kulturell bereicherten die Landfrauen die Veranstaltung mit einem Auftritt ihres Chors, der seit Kurzem unter der Leitung von Doris Habermann steht und damit ein neues Kapitel beginnt.

Der Landfrauentag zeigte sowohl die Erfolge als auch die anhaltenden Herausforderungen von Frauen in der bayerischen Landwirtschaft auf. Mit dem ehrgeizigen Ziel, bis 2035 einen Frauenanteil von 20 Prozent in der Betriebsführung zu erreichen, setzen sich die Verantwortlichen für mehr Anerkennung und Unterstützung ein. Gleichzeitig leiden Programme wie "Landfrauen machen Schule" unter sinkenden Fördermitteln – ein Rückschlag für die Bemühungen, die nächste Generation für die Landwirtschaft zu begeistern.