09 November 2025, 16:11

Landkreise Freising und Landshut bilden sich gegen Obdachlosigkeit weiter – mit klarem Aktionsplan

Heime mit Säulen und Räumen, umgeben von einer Grasfläche.

Landkreise Freising und Landshut bilden sich gegen Obdachlosigkeit weiter – mit klarem Aktionsplan

Vertreter der Landkreise Freising und Landshut trafen sich kürzlich zu einer gemeinsamen Weiterbildung zum Thema „Obdachlosigkeit in den Kommunen“. Die im Oktober 2025 abgehaltene Veranstaltung sollte den Teilnehmenden das nötige Wissen und die Werkzeuge an die Hand geben, um Obdachlosigkeit wirksam zu bekämpfen.

Das Training umfasste ein breites Themenspektrum – von der Erstkontaktaufnahme mit obdachlosen Menschen über kommunale Verantwortlichkeiten und Unterbringungslösungen bis hin zu Wiedereingliederungsverfahren und Kostenerstattungen. Landrat Helmut Petz betonte die Bedeutung frühzeitiger Interventionen und einer engen Zusammenarbeit mit sozialen Wohlfahrtseinrichtungen.

Als Hauptredner trat Dr. Eugen Ehmann auf, Jurist und ehemaliger Regierungspräsident von Unterfranken. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Fragenkatalog, den die Arbeitsgruppe Wohnen auf Basis realer kommunaler Herausforderungen erarbeitet hatte. Ziel war es, den fachlichen Austausch zu fördern und die Unterstützung der Kommunen für von Obdachlosigkeit betroffene Menschen zu stärken.

In den Diskussionen ging es unter anderem um Zuständigkeitsfragen, Formen der behördenübergreifenden Zusammenarbeit, Gebührenstrukturen in Notunterkünften sowie die besondere Schutzbedürftigkeit obdachloser Kinder. Die Landkreise Freising und Landshut verpflichteten sich zu enger Abstimmung, Wissensaustausch und präventiven Maßnahmen in den Bereichen Wohnen und Obdachlosenhilfe.

Die Fortbildung endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis beider Landkreise, Menschen davor zu bewahren, in akute Obdachlosigkeit abzurutschen. Durch Prävention und abgestimmte Prozesse wollen sie schnelle und wirksame Hilfe leisten – damit niemand ohne Unterstützung bleibt.