03 November 2025, 10:16

Landshut Oberbürgermeister konfrontiert die antisemitische Vergangenheit der Stadt mit Israels Generalkonsul

Ein Collage-Bild einer Tempel auf der rechten Seite.

Landshut Oberbürgermeister konfrontiert die antisemitische Vergangenheit der Stadt mit Israels Generalkonsul

Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz hat kürzlich Israels Generalkonsulin Talya Lador-Fresher zu einem entscheidenden Gespräch über den Anstieg des Antisemitismus empfangen. Das Treffen findet statt, während die Stadt sich mit ihrer historischen antisemitischen Vergangenheit und einem weltweiten Anstieg judenfeindlicher Stimmungen auseinandersetzt. Putz verwies auf die jahrhundertelange Geschichte des Antisemitismus in Landshut, darunter die Vertreibung der Juden im 15. Jahrhundert und die Rolle der Stadt im Herzogtum Bayern-Landshut, wo Herzog Ludwig IX. der Reiche vor 575 Jahren die Ausweisung der Juden anordnete. Der Oberbürgermeister betonte, wie wichtig es sei, diese Geschichte offen aufzuarbeiten, um ein Klima der Angst zu verhindern. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die angespannte Lage im Nahen Osten sowie die wachsende Bedrohung durch Antisemitismus in Deutschland und der Region. Putz warnte, dass jüngste Vorfälle – darunter die Verwendung antisemitischer Parolen unter dem Deckmantel der Israelkritik – die Hemmschwelle für andere senkten, es gleichzutun. Die globale Zunahme des Antisemitismus bezeichnete er als "ziefst beunruhigend und absolut verwerflich". Israels Generalkonsulin Talya Lador-Fresher dankte Oberbürgermeister Putz für seine Unterstützung Israels und des jüdischen Lebens in Deutschland. Sie lobte sein Engagement für den Schutz jüdischen Lebens und die Verteidigung des Existenzrechts Israels angesichts der historischen Verantwortung Deutschlands. Das Treffen zwischen Putz und Lador-Fresher unterstreicht Landshuts Entschlossenheit, die eigene antisemitische Vergangenheit aufzuarbeiten und jüdisches Leben angesichts wachsender globaler Bedrohungen zu schützen. Beide Seiten waren sich einig über die Bedeutung eines offenen Dialogs und wachsamer Aufmerksamkeit im Kampf gegen Antisemitismus.