27 November 2025, 08:20

Legal, aber blockiert: Warum Cannabis-Vereine in Bayern trotz Genehmigung scheitern

Pilze im Vordergrund eines bearbeiteten Bildes.

Legal, aber blockiert: Warum Cannabis-Vereine in Bayern trotz Genehmigung scheitern

Cannabis-Anbauvereine in Bayern kämpfen trotz Teil-Legalisierung der Droge weiterhin mit Herausforderungen. Rechtshürden und bürokratische Hindernisse behindern die Ausgabe von Cannabis an Vereinsmitglieder – sogar wenn die Vereine bereits eine offizielle Genehmigung besitzen. Kürzlich wurde der Buds Collective e.V. kurz vor der ersten geplanten Abgabe im November 2025 gestoppt.

Der Buds Collective e.V. in Grafenwöhr war nach Erfüllung aller gesetzlichen Anforderungen im Juni 2025 der erste lizenzierte Anbauverein in der Oberpfalz geworden. Doch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) griff in letzter Minute ein und verhinderte die Ausgabe von Cannabis an die Mitglieder. Als Grund nannte die Behörde einen formalen Verstoß: Der Transport der Ware zwischen dem Anbauort in Sachsen und dem bayerischen Verteilungsstandort sei nicht genehmigt gewesen. Der Vereinsvorsitzende, Christian Pschierer, bezeichnete die Entscheidung als willkürlich und kündigte an, die Ausgabe am 29. November unter vollständiger Einhaltung aller Vorschriften zu wiederholen.

Der Buds Collective e.V. plant zwar einen zweiten Versuch, doch die Hindernisse bleiben bestehen. Bisher hat Bayern es geschafft, dass kein legaler Cannabisverein normal arbeiten kann. Ohne Kurskorrektur müssen lizenzierte Anbauer weiterhin mit Verzögerungen, Bußgeldern und Schließungen rechnen – obwohl sie sich an die bundesweiten Regelungen halten.