Lichtermeer in Greuther Fürth verbindet Trauer und Hoffnung durch Spendenrekord
Johanna MüllerLichtermeer in Greuther Fürth verbindet Trauer und Hoffnung durch Spendenrekord
Trauernde Familien in Greuther Fürth kamen am zweiten Dezembersonntag zum jährlichen Weltweiten Lichtermeer zusammen. Die Veranstaltung, Teil einer globalen Tradition, schuf eine "Lichtwelle", als über alle Zeitzonen hinweg Kerzen entzündet wurden. In diesem Jahr sammelte die Aktion zudem beträchtliche Spenden für lokale Unterstützungsprogramme.
Die Greuther Fürth Ausgabe des Events wurde von Dr. Roland Hanke organisiert, der den Fokus über das bloße Gedenken hinaus erweiterte. Unter seiner Leitung sollte die Initiative Familien in Not aktiv helfen. Die Stadt und der Landkreis Greuther Fürth unterstützten das Vorhaben, mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung als Schirmherr.
Das Klinikum Greuther Fürth, das Mütterzentrum sowie mehrere Hospizdienste fungierten als Partner. Martin Rassau, Botschafter der Hospizarbeit, moderierte den Abend und betonte die Bedeutung von Gemeinschaft in Zeiten des Verlusts. Seine Worte berührten die Anwesenden, während sie Kerzen für verstorbene Kinder entzündeten. Die Veranstaltung erbrachte Spenden in Höhe von 18.648,75 Euro. Der gesamte Erlös fließt in die Frühförderprojekte der Lebenshilfe Greuther Fürth, insbesondere in die Schreiambulanz und das Nachsorgeprogramm Harl.e.kin, die beide Familien mit Früh- oder Risikogeborenen begleiten.
Die Spenden kommen Eltern und Säuglingen direkt durch spezialisierte Betreuungsangebote zugute. Das Weltweite Lichtermeer in Greuther Fürth ehrte nicht nur verstorbene Kinder, sondern leistete auch konkrete Hilfe für belastete Familien. Veranstalter und Teilnehmer unterstrichen gleichermaßen die Kraft, die im gemeinsamen Gedenken und in der gegenseitigen Unterstützung liegt.