Lilium-Übernahme durch AAMG platzt – Elektroflugzeug-Projekt in der Schwebe
Elias BraunLilium-Übernahme durch AAMG platzt – Elektroflugzeug-Projekt in der Schwebe
Die geplante Übernahme von Lilium durch die Ambitious Air Mobility Group (AAMG) ist ins Stocken geraten. Die Insolvenzverwalter haben das Verfahren vorerst ausgesetzt, bis AAMG nachweist, dass sie über die erforderlichen finanziellen Mittel verfügt. Die Entscheidung wird die Zukunft von Liliums Elektroflugzeugen und der Belegschaft maßgeblich prägen.
Lilium war zu Jahresbeginn in die Insolvenz gerutscht, nachdem das Unternehmen keine zusätzlichen Finanzmittel beschaffen konnte. Dadurch kam die Entwicklung seines sieben Sitzplätze umfassenden eVTOL-Flugzeugs vollständig zum Erliegen. AAMG hatte bereits einen Mietvertrag für den Lilium-Standort in Oberpfaffenhofen unterzeichnet und beabsichtigte, das geistige Eigentum, die Prototypen sowie die Infrastruktur des Unternehmens zu übernehmen.
Die Insolvenzverwalter verlangen nun jedoch den Nachweis, dass AAMG den Kaufpreis aufbringen und die weitere Entwicklung, Zertifizierung sowie Produktion finanzieren kann. Bisher hat AAMG keine öffentlichen Schritte unternommen, um den Betrieb von Lilium wiederaufzunehmen – weder wurde über eine Nutzung der Räumlichkeiten in Oberpfaffenhofen berichtet noch gab es Kontakte zu deutschen Behörden.
In den kommenden Wochen wird eine endgültige Entscheidung über die finanziellen Belege von AAMG erwartet. Bis dahin bleibt die Übernahme ausgesetzt. Das Ergebnis dieses Prozesses wird entscheiden, ob das Elektroflugzeug-Projekt von Lilium fortgeführt werden kann. Zudem hängt davon die Zukunft der Mitarbeiter ab, die noch an das insolvente Unternehmen gebunden sind. Die Entscheidung der Insolvenzverwalter wird zeigen, ob AAMG die Mittel besitzt, um das Vorhaben voranzutreiben.






