28 November 2025, 02:13

Luftwaffe startet Tiefflug-Trainings in Bayern nach jahrelanger Pause

Ein Jetflug ist im Bildzentrum zu sehen, darunter eine Start- und Landebahn sowie Büsche im Hintergrund.

Wo es in Zukunft durch Tiefflieger der Luftwaffe lauter werden könnte - Luftwaffe startet Tiefflug-Trainings in Bayern nach jahrelanger Pause

Die deutsche Luftwaffe wird erstmals seit Jahren wieder Tiefflug-Trainingsflüge in Teilen Bayerns aufnehmen. Die Übungen finden in Nordschwaben und Südmittelfranken statt, wo Anwohner mit verstärkter Lärmbelastung durch Militärflugzeuge rechnen müssen. Als Begründung für die Entscheidung verweisen Verantwortliche auf die sich wandelnde Sicherheitslage in Europa.

Während des Kalten Krieges waren Tiefflüge in ganz Deutschland an der Tagesordnung. Im Laufe der Zeit wurden sie auf bestimmte Zonen beschränkt und schließlich vollständig eingestellt. Nun hat das Militär die Rückkehr zu diesen Übungen angekündigt – mit Verweis auf die Notwendigkeit, die kollektive NATO-Verteidigung angesichts der aktuellen Sicherheitsherausforderungen zu trainieren.

Die Flüge werden in ausgewiesenen Gebieten stattfinden, darunter in der Nähe von Nördlingen in Schwaben sowie um Dinkelsbühl, Treuchtlingen und Gunzenhausen in Mittelfranken. Kampfflugzeuge werden dabei bis auf 80 Meter Höhe über Grund fliegen, allerdings nur für kurze Zeitabschnitte – maximal zwei Minuten am Stück.

Obwohl die Luftwaffe bei der Planung auf Lärmminderung achtet, räumt sie ein, dass die Tiefflugoperationen für die lokale Bevölkerung deutlich hörbar sein werden. Die Übungen sind Teil umfassender Bemühungen, die Einsatzbereitschaft angesichts des veränderten europäischen Sicherheitsumfelds zu erhalten.

Die Wiederaufnahme der Trainingsflüge markiert einen Bruch mit den jahrzehntelangen Pause bei militärischen Tiefflügen in diesen Regionen. Die Piloten werden die Übungen im ausgewiesenen Tiefflugübungsgebiet Süd durchführen, das Teile Bayerns umfasst. Der Schritt spiegelt die laufenden Anpassungen der Verteidigungsstrategien vor dem Hintergrund sich verändernder geopolitischer Rahmenbedingungen wider.