Machtkampf im BSW: Vorwürfe gegen Wagenknecht-Mitstreiter erschüttern bayerische Landesgruppe
Hannah BöhmZwist in der Führung der bayerischen BSW - Ernst in der Kritik - Machtkampf im BSW: Vorwürfe gegen Wagenknecht-Mitstreiter erschüttern bayerische Landesgruppe
Die bayerische Landesgruppe des Wagenknecht-Bündnisses (BSW) steckt in einem internen Machtkonflikt, nachdem drei führende Mitglieder den Co-Landesvorsitzenden Klaus Ernst öffentlich scharf kritisiert haben. Die Vorwürfe reichen von Wahlmanipulation über den Missbrauch von Mitgliedsdaten bis hin zu einer "giftigen Atmosphäre" in der Parteiführung.
Die Co-Landesvorsitzende Irmgard Freihoffer sowie die Vorstandsmitglieder Ute May und Stefan Scheingraber werfen Ernst vor, in der Oberpfalz gezielt in eine Wahl einzugreifen. Er habe das ursprüngliche Ergebnis für ungültig erklärt und eine Neuwahl angeordnet – ein Vorgehen, das sie als "rechtswidrig" bezeichnen. Ernst wies die Anschuldigungen zurück und begründete die Wiederholungswahl mit einem formalen Verfahrensfehler.
Der Streit legt tiefe Gräben innerhalb der bayerischen BSW-Führung offen. Da inzwischen offizielle Beschwerden eingereicht wurden, wird sich voraussichtlich in den kommenden Wochen das parteiinterne Schiedsgericht mit den Vorwürfen befassen. Das Ergebnis könnte die Handlungsfähigkeit des Landesverbands im Vorfeld der anstehenden Wahlen beeinträchtigen.