11 January 2026, 20:16

Mainzer Traditionsverein kehrt 2027 mit neuem Schwung auf die Bühne zurück

Ein altes Plakat, das ein großes Karnevalsfest in Paris ankündigt, mit einer farbenfrohen Illustration von lachenden Menschen in traditioneller Kleidung auf einem hellgelben Hintergrund mit einem Banner, auf dem "Großes Karnevalsfest" steht.

Mainzer Traditionsverein kehrt 2027 mit neuem Schwung auf die Bühne zurück

Die Allerscheenste, eine traditionsreiche Mainzer Karnevalsgesellschaft, kehrt 2027 nach einer zweijährigen Pause zurück. Die Gruppe hatte ihre Aktivitäten 2025 eingestellt, da die Mitgliederzahlen schrumpften und Nachwuchskräfte für die Bühnenauftritte fehlten. Unter neuer Führung laufen nun die Vorbereitungen, die lebendigen Sitzungen wiederzubeleben.

1986 von einer Gruppe engagierter Mainzer Bürger gegründet, wählte die Allerscheenste einen Clown als Symbol und machte sich mit frechen, scharfsinnigen Büttenreden einen Namen. Seit 1996 verleiht sie jährlich den Aller-Allerscheenste-Preis an herausragende Persönlichkeiten der lokalen Karnevalsszene. Alle drei Wochen treffen sich die Mitglieder im Augustinerkeller in der Altstadt, um in geselliger Runde die Eigenheiten der Stadt auf die Schippe zu nehmen – ganz im Sinne der traditionellen Kneipenkultur.

Doch bis 2025 gelang es der Gesellschaft nicht mehr, neue, aktive Mitglieder zu gewinnen – insbesondere solche, die bereit waren, selbst aufzutreten. Da sich keine Nachwuchskräfte fanden, sagte die Gruppe alle Veranstaltungen für 2026 ab. Karin Junker, die ehemalige Mutter Oberin, hatte die Allerscheenste 14 Jahre lang geführt, den Zusammenhalt gestärkt und selbst mit Auftritten zum Programm beigetragen, bevor sie ihr Amt niederlegte. 2026 übernahm Holger Bartz, der seit 2019 dabei ist, den Vorsitz. Seither arbeitet er daran, den Verein zu verjüngen und langfristig zu sichern. Geblieben ist der ursprüngliche Geist der Allerscheenste: kein kommerzielles Interesse, nur reine Karnevalsbegeisterung. Bartz kündigte an, dass die Sitzungen 2027 wiederaufgenommen werden – geplant ist, die Veranstaltungen erneut im Augustinerkeller abzuhalten.

Die Rückkehr der Gesellschaft 2027 markiert einen Neuanfang nach der Zwangspause. Neue Mitglieder sollen frischen Wind auf die Bühne bringen, während die bewährten Traditionen – scharfzüngiger Humor und das ehrenamtliche Engagement – erhalten bleiben. Mit der Wiederbelebung will die Allerscheenste auch künftig eine feste Größe im Mainzer Karneval bleiben.