MAN Truck streicht 2.300 Jobs in Deutschland bis 2034 – trotz Milliarde für Standorte

MAN streicht 2.300 Jobs in Deutschland - MAN Truck streicht 2.300 Jobs in Deutschland bis 2034 – trotz Milliarde für Standorte
MAN Truck plant Jobabbau: 2.300 Stellen in Deutschland bis 2034 gestrichen
Der Nutzfahrzeughersteller MAN Truck hat Pläne bekannt gegeben, in den kommenden zehn Jahren rund 2.300 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Gleichzeitig will das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren eine Milliarde Euro in seine deutschen Produktionsstandorte investieren. Kritik an den Plänen kommt von Gewerkschaften und Betriebsräten, die die Maßnahmen als problematisch einstuften.
Betroffen sind vor allem das Werk in München, wo 1.300 Stellen wegfallen sollen, sowie die Standorte Salzgitter mit 600 und Nürnberg mit 400 Stellen. MAN betont, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde – die Reduzierung solle stattdessen über natürliche Fluktuation erfolgen. Die Produktionsstandorte in München, Nürnberg, Salzgitter und Wittlich bleiben trotz der Einschnitte in Betrieb.
Als Begründung für den Stellenabbau führt das Unternehmen die schwache Marktlage im deutschen Nutzfahrzeugsektor sowie steigende Betriebskosten an. Ziel sei es, die Kostenstruktur zu straffen und das Produktportfolio im Rahmen der Umstrukturierung auszubauen. Doch die Entscheidung stößt bei Arbeitnehmervertretern auf scharfe Ablehnung.
Ein zentraler Streitpunkt ist die Verlegung der Karosseriebau-Fertigung für das Traton Modular System nach Krakau, Polen. Sybille Wankel von der IG Metall warnte, dieser Schritt könnte die langfristige Zukunft des Münchner Werks gefährden. Karina Schnur, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, warf MAN vor, keine ausreichenden Alternativen zu den Verlagerungsplänen diskutiert zu haben.
Die geplante Milliarde Euro für die deutschen Standorte steht im Kontrast zu den Stellenstreichungen und Produktionsverlagerungen. Gewerkschaften und Betriebsräte halten die Beschlüsse weiterhin für falsch und argumentieren, sie untergrüben die Stabilität der inländischen Produktion. Die Umstrukturierung soll schrittweise bis 2034 erfolgen, mit keinen unmittelbaren Entlassungen in naher Zukunft.

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