Messerattacke und Hitlergruß: Eskalation am Bahnhof Erdweg endet mit Festnahmen
Hannah BöhmMesserattacke und Hitlergruß: Eskalation am Bahnhof Erdweg endet mit Festnahmen
Gewalttätiger Streit am Bahnhof Erdweg führt zu Polizeieinsatz
Ein gewalttätiger Konflikt zwischen einem Paar am Donnerstagabend am Bahnhof Erdweg endete mit einem Polizeieinsatz. Wie ein Zeuge berichtete, kam es zu einer Messerbedrohung, körperlichen Angriffen und beleidigenden Gesten, bevor beide Beteiligten vorläufig festgenommen wurden.
Der Streit begann gegen 19:30 Uhr am 5. Februar, als eine 37-jährige Frau und ihr 36-jähriger Ex-Partner auf dem Bahnsteig aneinandergerieten. Im Verlauf der Auseinandersetzung bedrohte sie ihn mit einem Messer. Der Mann schlug daraufhin zurück und verursachte eine Schwellung unter ihrem rechten Auge.
Die Frau floh zunächst vom Tatort, wurde später jedoch von der Bundespolizei aufgegriffen und vorläufig festgenommen. Der Mann – bei dem ein Blutalkoholwert von 2,26 Promille festgestellt wurde – wurde unterdessen von Landesbeamten in Gewahrsam genommen. Während der Festnahme zeigte er den Hitlergruß und äußerte feindselige Bemerkungen über das Grundgesetz.
Ein 48-jähriger Passant hatte nach der Beobachtung des Streits den Notruf gewählt. Beide Beteiligte wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München II einer Blutprobe unterzogen. Die Frau, die einen Alkoholwert von 1,34 Promille aufwies, wurde aus Sicherheitsgründen in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt; Verletzungen wurden bei ihm nicht festgestellt.
Laut Polizeiberichten ging der Vorfall auf eine private Auseinandersetzung zurück. Bisher wurden keine weiteren rechtlichen Schritte öffentlich bekannt gegeben. Die Ermittlungen dauern an, wobei Blutproben und Zeugenaussagen als Beweismaterial gesichert wurden.