Meta löscht Playboy-Facebook-Seite – Verlag klagt gegen Intransparenz
Elias BraunMeta löscht Playboy-Facebook-Seite – Verlag klagt gegen Intransparenz
Meta hat die deutsche Facebook-Seite des Playboy-Magazins dauerhaft gelöscht und dabei auf Verstöße gegen seine Inhaltsregeln verwiesen. Der Verlag Kouneli Media leitet nun rechtliche Schritte ein, um die Entscheidung anzufechten – nach monatelangen ergebnislosen Gesprächen mit dem Technologiekonzern.
Die Sperrung trat am 17. Februar in Kraft und betrifft eine Seite mit über 1,8 Millionen Followern. Meta begründete den Schritt mit Verstößen gegen Richtlinien zu "sexuell anspielsbehafteten Kontakten zwischen Erwachsenen" sowie "Nacktheit und sexueller Aktivität". Welche konkreten Beiträge die Maßnahme ausgelöst haben, führte das Unternehmen jedoch nicht aus.
Kouneli Media hatte seit dem Verbot wiederholt um Aufklärung gebeten. Da keine Stellungnahme erfolgte, beauftragte der Verlag eine Münchner Kanzlei, um eine einstweilige Verfügung gegen Meta zu erwirken. Die Freie Presse Medienvereinigung unterstützte die Klage öffentlich.
Mittlerweile hat der Fall die Bundesnetzagentur erreicht. Die Behörde bestätigte den Eingang der Beschwerde Kounelis und prüft die Account-Sperrung. Bisher wurden keine weiteren Entscheidungen oder Maßnahmen bekannt gegeben.
Im Mittelpunkt des Streits steht Metas Weigerung, die Gründe für die Löschung offenzulegen, sowie die Forderung des Verlages nach Transparenz. Da die Beschwerde nun geprüft wird, könnte das Ergebnis Präzedenzcharakter für die Art und Weise haben, wie soziale Plattformen künftig Streitigkeiten mit Medienunternehmen bei der Inhaltsmoderation regeln. Während des laufenden Verfahrens bleibt die Seite gesperrt.






