München rüstet sich für Protestwelle zur Sicherheitskonferenz mit 120.000 Demonstranten
Ben SchmidtMünchen rüstet sich für Protestwelle zur Sicherheitskonferenz mit 120.000 Demonstranten
München bereitet sich auf ein Wochenende mit Großdemonstrationen zur Münchner Sicherheitskonferenz vor
In München stehen an diesem Wochenende massenhafte Proteste bevor, denn die Münchner Sicherheitskonferenz beginnt. Über 120.000 Menschen haben sich angemeldet, um gegen Themen wie Krieg, Impfpolitik oder Kürzungen im Kulturbereich zu demonstrieren. Die Stadt rechnet mit erheblichen Behinderungen – durch Straßensperren und ein massives Polizeiaufgebot in den zentralen Lagen.
Die Münchner Sicherheitskonferenz, die vom 13. bis 15. Februar stattfindet, versammelt 65 Staats- und Regierungschefs, darunter den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und den US-Außenminister Marco Rubio. Als weltweit führendes Forum für Sicherheitspolitik zieht sie nicht nur globale Entscheidungsträger an, sondern auch breite Protestbewegungen.
Die größte Kundgebung, organisiert vom Münchner Kreis, findet am Samstag auf der Theresienwiese statt – zwischen 12 und 17 Uhr werden bis zu 100.000 Teilnehmer erwartet. Parallel dazu protestieren rund 4.000 Menschen zwischen Marienplatz und Stachus direkt gegen die Konferenz selbst.
Weitere Demonstrationen richten sich gegen die Kürzungen im Kulturbereich. Initiativen wie #MünchenIstKultur fordern die Rücknahme der 18-Millionen-Euro-Streichungen im Münchner Haushalt 2026 sowie den Erhalt der kulturellen Infrastruktur und künstlerischen Freiheit. Kleinere, aber bedeutende Kundgebungen mit jeweils etwa 3.000 Teilnehmern sind am Odeonsplatz und am Max-Joseph-Platz vor der Oper geplant.
Rund um das Tagungshotel Bayerischer Hof wird die Sicherheit besonders streng sein. Die Polizei warnt vor möglichen Verkehrschaos in Teilen der Stadt – mit Sperrungen und verstärkten Streifen.
Die Proteste decken ein breites Themenspektrum ab, von internationalen Konflikten bis zu lokalen Kulturstreitigkeiten. Angesichts der erwarteten Massenbeteiligung steht München vor einem anspruchsvollen Wochenende für Verkehr und Sicherheitskräfte. Die Behörden rufen die Bürger auf, sich auf Verzögerungen und temporäre Stillstände in den betroffenen Gebieten einzustellen.