29 November 2025, 00:22

Münchens Eisbachwelle bleibt verschwunden – wer bringt sie zurück?

Ein Mann steht auf einem Surfbrett und reitet eine Welle im Wasser.

Münchens Eisbachwelle bleibt verschwunden – wer bringt sie zurück?

Münchens berühmte Eisbachwelle – ein geliebter Surfspot – verschwand nach Routinearbeiten im vergangenen Herbst. Der plötzliche Verlust löste eine Kontroverse aus: Surfer und Stadtverantwortliche streiten seither darüber, wie die ikonische Welle zurückgebracht werden kann. Nun laufen sowohl offizielle Bemühungen als auch riskante Improvisationsversuche, um das Wahrzeichen wiederherzustellen.

Die Eisbachwelle war Ende Oktober nach der jährlichen Reinigung des Kanals verschwunden. Ohne sie verloren Surfer ihren langjährigen urbanen Surfspot. Mitte April starb eine Frau beim nächtlichen Surfen an der Stelle, woraufhin die Behörden ein vorübergehendes Verbot verhängten. Später stuften sie ihren Tod als 'extrem tragischen, letztlich ungeklärten Unfall' ein – eine Straftat schlossen sie aus.

Bürgermeister Dieter Reiter handelte: Nach einer Schulteroperation eröffnete er das Gelände Ende Juni wieder für Sportler. Zudem lud er Wissenschaftler und Surfer zu einem Treffen im Baureferat ein, um Lösungen zu erörtern. Parallel begann die Hochschule München mit Tests, um die Welle neu zu erschaffen – unter anderem durch das Aufschütten von Kies im Flussbett.

Kritik gab es, als die Stadt Experten aus Hamburg hinzuzog, um das Problem zu analysieren. Clemens Baumgärtner, Spitzenkandidat der CSU, spottete über diesen Schritt und argumentierte, Münchens Surfer hätten die Lösung längst selbst gefunden. Einige von ihnen bauten sogar illegale, gefährliche Konstruktionen, um die Welle zurückzuholen. Walter Strasser, bekannt als 'Hüter des Eisbachs', bot seine Hilfe an: Sollte die Welle erneut verschwinden, wolle er anreisen, um das Surfen zu retten.

Die Eisbachwelle ist noch immer nicht zurück – doch es gibt nun mehrere Initiativen, sie wiederzubeleben. Während Wissenschaftler neue Methoden erproben, drängen Surfer auf schnellere Lösungen. Egal, ob durch offizielle Forschung oder Eigeninitiative: Das Ziel ist klar – Münchens legendären Surfspot muss es wieder geben.