Münchens OB Dieter Reiter droht Disziplinarverfahren wegen FC-Bayern-Zahlungen
Hannah BöhmRegierung untersucht Disziplinarverfahren gegen Reiter - Münchens OB Dieter Reiter droht Disziplinarverfahren wegen FC-Bayern-Zahlungen
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter sieht sich einem möglichen Disziplinarverfahren wegen Zahlungen des FC Bayern gegenüber. Die Regierung von Oberbayern prüft, ob er bei der Annahme der Gelder die vorgeschriebenen Verfahren eingehalten hat. Reiter behauptet, ihm sei nicht bewusst gewesen, dass für die Aufwandsentschädigung im Rahmen seines ehrenamtlichen Amts eine Genehmigung erforderlich sei.
Seit Ende 2021 erhält Reiter alle sechs Monate 10.000 Euro für seine Tätigkeit im Verwaltungsrat des FC Bayern. Im Laufe der Zeit summierten sich diese Zahlungen auf rund 250.000 Euro an Sitzungsgeldern und Spesenersatz. Die Bezirksregierung stellt nun infrage, ob er für dieses Nebentätigkeitsverhältnis vorher eine Genehmigung hätte einholen müssen.
Reiter bekleidet seit 2014 das Amt des Münchner Oberbürgermeisters. Daneben übernimmt er weitere Verantwortungen, darunter den Vorsitz des Bayerischen Städtetags sowie einen Sitz im Aufsichtsrat der IWK München. Zudem fungiert er als Vizepräsident des Deutschen Städtetags.
Die oberbayerischen Behörden werten derzeit neue Details zu den Zahlungen aus. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Reiter die Vorschriften für Nebeneinkünfte von Beamten eingehalten hat. Er betont, von einer Genehmigungspflicht für die Entschädigung nichts gewusst zu haben.
Das Ergebnis der disziplinarrechtlichen Prüfung wird zeigen, ob Reiter mit offiziellen Konsequenzen rechnen muss. Der Fall dreht sich darum, ob seine finanzielle Vereinbarung mit dem FC Bayern den rechtlichen und verwaltungstechnischen Regelungen entsprach. Eine Entscheidung wird nach Abschluss der Ermittlungen erwartet.






