Münchens OB stoppt Geldbußen gegen Viktualienmarkt-Händler nach Winterzauber-Fest
Johanna MüllerMünchens OB stoppt Geldbußen gegen Viktualienmarkt-Händler nach Winterzauber-Fest
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat rechtliche Schritte gegen Händler auf dem Viktualienmarkt gestoppt. Der Schritt folgt auf Kontrollen während des Winterzauber-Festivals, bei denen Stände wegen geringfügiger Verstöße mit Geldbußen belegt wurden. Reiter forderte einen ausgewogeneren Ansatz bei der Durchsetzung der Vorschriften.
Das Referat für öffentliche Ordnung der Stadt München (KVR) hatte nach Überprüfungen der Feststände Verfahren eingeleitet. Händler wurden unter anderem wegen später Schließzeiten und des Ausschenkens von Glühwein sanktioniert. Reiter hielt die harte Gangart jedoch für überzogen, insbesondere bei einer zeitlich begrenzten Veranstaltung.
Er verfügte die Aussetzung aller Geldbußen und Verfahren. Zwar betonte er, dass Regeln weiterhin gelten müssten, doch eine starre Durchsetzung sei bei kurzfristigen Märkten unpraktikabel. Stattdessen setzte er sich für Fairness und Flexibilität ein, um den Markt lebendig und gerecht für alle zu halten. Reiters Entscheidung spiegelt einen allgemeinen Appell an Pragmatismus in der kommunalen Verwaltung wider. Sein Ziel ist eine angemessene Kontrolle, die Münchens lebhafte Marktkultur bewahrt – ohne unnötige Strafen.
Die Streichung der Geldbußen kommt als Entlastung für die Händler auf dem Viktualienmarkt. Reiters Vorgehen zielt darauf ab, Regulierung und die Realitäten saisonaler Events in Einklang zu bringen. Künftige Kontrollen wird es zwar weiterhin geben, doch mit mehr Augenmaß als mit strengen Sanktionen.