Münchner Mietpreise: Justizministerin plant Deckel für indexgebundene Verträge – doch Kritik wächst
Hannah BöhmMünchner Mietpreise: Justizministerin plant Deckel für indexgebundene Verträge – doch Kritik wächst
Berlin/München: Bundesjustizministerin Stefanie Hubig plant eine Obergrenze für indexgebundene Mieten. Durch die Inflation schnellen diese in die Höhe – doch es gibt auch massive Kritik an den Plänen.
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Die Mieten in München sind im letzten Jahrzehnt rasant gestiegen – mittlerweile sind fast alle Neuverträge an die Inflation gekoppelt. Die durchschnittlichen Kosten pro Quadratmeter kletterten von 10,73 Euro im Jahr 2015 auf 15,38 Euro im Jahr 2025. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will diesem Trend nun mit einem Gesetz entgegenwirken, das die indexgebundenen Mieterhöhungen begrenzt. Doch Vermieter:innen und politische Lager stehen dem Vorhaben skeptisch gegenüber.
Laut dem Münchner Mieterverein enthalten mittlerweile nahezu alle neuen Mietverträge eine Indexklausel. Diese Entwicklung hat die Mieten stark in die Höhe getrieben und belastet die Haushaltskassen vieler Mieter:innen erheblich. Das Sozialreferat der Stadt bestätigt, dass Beschwerden über die drastischen Steigerungen in den Beratungsstellen mittlerweile an der Tagesordnung sind.
Der Gesetzentwurf soll noch vor Dezember 2025 vorgestellt werden, wobei die genaue Höhe der geplanten Deckelung noch diskutiert wird. Sollte das Vorhaben umgesetzt werden, hätte es direkte Auswirkungen auf den Münchner Mietmarkt, der maßgeblich von indexgebundenen Verträgen geprägt ist. In den kommenden Monaten wird die Debatte zwischen Vermieterverbänden und Mietervertretungen mit Spannung verfolgt werden.