09 February 2026, 20:40

Münchner Sicherheitskonferenz 2024: Selenskyj sucht konkrete Hilfe für die Ukraine

Ein Plakat mit einer roten und blauen Karte des Sowjetischen Reichs, gefüllt mit Text und Bildern, die das Ausmaß eines Konflikts darlegen.

Münchner Sicherheitskonferenz 2024: Selenskyj sucht konkrete Hilfe für die Ukraine

Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) 2024 beginnt diese Woche mit über 200 Vertretern aus 120 Ländern. Russland wird erneut nicht teilnehmen – zum zweiten Mal in Folge, nachdem es die Veranstaltung 2022 kurz vor dem Angriff auf die Ukraine gemieden hatte. Die Organisatoren hoffen, dass das Treffen dieses Jahr konkrete Schritte zur Beendigung des Krieges in der Ukraine vorantreibt – und nicht nur Debatten.

In diesem Jahr wird die Konferenz hochkarätig besetzt sein, darunter der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie Spitzenpolitiker aus der EU, den USA, Großbritannien und Kanada. Mit mehr als 60 Staats- und Regierungschefs vor Ort sind die Erwartungen groß, klare politische Signale für die zukünftige Unterstützung der Ukraine zu setzen.

Russlands Entscheidung, die Konferenz ausfallen zu lassen, folgt einem Muster: 2022 zog die Delegation nur Tage vor Beginn des großangelegten Angriffs auf die Ukraine ihre Teilnahme zurück. Diesmal begründete Moskau seine Abwesenheit mit mangelndem Interesse. Unterdessen forderte MSC-Vorsitzender Wolfgang Ischinger die EU und ihre Verbündeten auf, geschlossene und starke Unterstützung für die Ukraine zu zeigen.

Eröffnet wird die Veranstaltung mit einer Rede von Friedrich Merz, dem Vorsitzenden der deutschen CDU, und nicht – wie sonst üblich – vom Bundeskanzler Olaf Scholz. Zu den Teilnehmern zählen unter anderem der US-Senator Marco Rubio, der britische Labour-Chef Keir Starmer, der französische Präsident Emmanuel Macron, der polnische Ministerpräsident Donald Tusk und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Zwar wurden keine genauen Zahlen genannt, doch mehrere Länder dürften neue Maßnahmen oder politische Zusagen für die Ukraine ankündigen.

Ischinger betonte, dass die Konferenz über bloße Worte hinausgehen müsse. Gefragt seien greifbare Schritte, die noch 2024 zur Lösung des Konflikts in der Ukraine beitragen könnten – mit Fokus auf langfristige Sicherheitsgarantien für die Ukraine und die Stabilität Europas insgesamt.

Selenskyjs Anwesenheit verleiht den Gesprächen zusätzliche Dringlichkeit, da Kiew nach stärkerer militärischer und finanzieller Unterstützung sucht. Zwar werden auch andere Sicherheitsfragen thematisiert, doch die Ukraine bleibt für die meisten Teilnehmer das zentrale Thema.

Mit über 60 Staats- und Regierungschefs in München versammelt die MSC so viele Spitzenpolitiker wie nie zuvor. Ihre Diskussionen werden die künftige Unterstützung für die Ukraine prägen – auch wenn Russlands Abwesenheit direkte Gespräche erschwert. Ziel der Konferenz ist es, politische Zusagen in Taten umzusetzen, bevor der Krieg in der Ukraine in sein drittes Jahr geht.